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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Kessel hält Druckprobe stand

05.02.2013

Wilhelmshaven Die gute Nachricht von der Baustelle des Steinkohlekraftwerkes des Energieunternehmens GDF Suez lautet: Der neu verwendete Stahl im Kessel hat die erste Druckprobe bestanden. Dies sagte ein Sprecher des Unternehmens. Bei dem Test waren 300 Kubikmeter Wasser mit Hochdruck (561 bar) in den Kessel gejagt worden. Wenn das Kraftwerk – wie derzeit geplant – Ende dieses Jahres ans Netz gehen und Strom produzieren soll, wird ein viel geringerer Druck, nämlich 180 bar, in dem Kessel herrschen.

„Es ist noch kein Feuer im Kessel, dies war ein kalter Test, ein erster Meilenstein bis zur Inbetriebnahme der Anlage“, so der GDF-Sprecher. Bei der Druckprobe wurden die Membranwände getestet und die Zuleitungen auf Dichtigkeit geprüft. „Es gab keine ­Leckage – alles dicht.“ Wegen Problemen mit dem beim Kesselbau verwendeten Material waren Segmente durch einen anderen Stahl ersetzt worden (die NWZ  berichtete). Teile des vom japanischen Hersteller Hi­tachi gelieferten und eingebauten Stahls T24 konnten nicht fehlerfrei errichtet werden.

Weitere Tests werden in den kommenden Monaten folgen, so unter anderem ein Ölfeuertest. Am Montag traf ein großes und schweres Ersatzteil (495 Tonnen) im Kraftwerk ein – auf dem Seeweg; vor der Inbetriebnahme des JadeWeserPorts waren solche Teile nur auf dem Landweg angeliefert worden. Aus den Niederlanden wurde ein Ersatztrafo nach Wilhelmshaven geliefert. Das Originalteil, das Probleme bereitet, wird beim Hersteller Siemens in Nürnberg überprüft.

Die weniger gute Nachricht lautet: Durch den neuen Stahl und die Verzögerung – ursprünglich sollte das Kraftwerk längst am Netz sein – wird die Bausumme von ursprünglich einer Milliarde Euro wohl höher ausfallen, vermuten Insider. Dies wollte der GDF-Suez-Sprecher aber nicht kommentieren.

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