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KLINIKSTREIT Aufsichtsräte des RNK „entsetzt“ über Vorsitzende

Wilhelmshaven

/ga

Die Ratsfrauen Ursula Glaser (CDU) und Susanne Bauermeister (FDP) haben die von der Aufsichtratsvorsitenden des Reinhard-Nieter-Krankenhauses (RNK), SPD-Ratsfrau Ursula Aljets, gegen sie erhobenen Vorwürfe energisch zurückgewiesen. Aljets hatte Glaser vorgehalten, dass sie als Aufsichtsratsmitglied hätte „zur Aufklärung“ beitragen können, als sich die medizinische Leitung des St. Willehad Hospitals gegenüber der CDU Frauen-Union zur Lage an der RNK Frauenklinik geäußert habe.

„Beim Besuch der Frauen-Union im St. Willehad war ich gar nicht anwesend. Folglich konnte ich auch keinen Beitrag zur Klärung leisten“, stellte Ursula Glaser am Sonntag klar. „Frau Aljets ist zurzeit in Urlaub. Es ist zu vermuten, dass sie einige Tatsachen nicht wahrgenommen hat.“

„Entsetzt“ zeigte sich Susanne Bauermeister darüber, dass Ursula Aljets in ihrer Erklärung Internas aus der jüngsten Aufsichtsratssitzung preisgegeben habe. Aljets hatte kritisiert, dass die Einstellung zweiter möglicher Chefarztkandidaten daran gescheitert sei, dass Frau Glaser und zwei weitere Aufsichtsratmitglieder (darunter Frau Bauermeister) dagegen gestimmt hätten.

Bauermeister und Glaser wiesen am Wochenende darauf hin, dass an die Qualifikation des neuen Chefarztes der RNK-Frauenklinik besonders hohe Anforderungen gestellt werden, damit die Klinik weiterhin universitären Ansprüchen genügen und auch jede Art von Risikogeburten betreuen kann.

„Beide Bewerber konnten die erforderlichen Qualifikationen nicht nachweisen“, sagte Glaser. Deshalb hätten drei der fünf Aufsichträte auf Anraten der anwesenden Fachexperten die Einstellung abgelehnt.

Ursula Glaser ist skeptisch, ob eine kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Aufsichtsratsvorsitzenden in Zukunft noch möglich sei.


Für Susanne Bauermeiter ist klar: „Hätte ich derart aus der vertraulichen Sitzung des Aufsichtsrats geplaudert, hätte ich vermutlich schon eine Klage des Oberbürgermeisters am Hals.“

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