Wilhelmshaven - Es war ein großes Glück, dass die Gäste in der voll besetzten Christus- und Garnisonkirche das Winterkonzert des Popchors „The TwÄng“ unter Leitung von Anna-Rabea Pacheco überhaupt erleben konnten. So gut stand es um den Auftritt, der zweite in dieser Kirche und der erste im Advent, laut Pastor Frank Morgenstern nicht. „Erst musste der Pianist in die weite Welt, dann wurden viele Sängerinnen und Sänger krank. Aber gestern sah es dann ganz gut aus, heute hervorragend“, so der Gastgeber.
Schon zum Auftakt dankbarer Applaus
Pianist Nicolai Thein und Malte Bischof am Schlagzeug begleiteten „The Twäng“ und ließen ihren Gesang besonders schön hervortreten. Die Bühne im bunt erleuchteten Altarraum war zunächst jedoch leer. Zu leiser Pianomelodie kamen die Sängerinnen und Sänger von „The TwÄng“ (englisch „twang“ ist eine Gesangstechnik, die zur Variation der stimmlichen Klangfarbe benutzt wird) mit „Stille Nacht“, Lichter in Händen haltend, herein. Die Gäste spendeten dankbar Beifall, und die Chorleiterin gab diesen Dank zurück, dass das Interesse an Kultur geteilt werde. „Was wäre ein Chorkonzert ohne Sie. Wir hoffen, Sie auf besinnliche Festtage einstimmen zu können“, wünschte Anna-Rabea Pacheco.
Filmsongs und bekannte Klassiker
War „I’ll be home for Christmas“ ein ruhiges musikalisches Versprechen, wurde der Klang beim „Christmas song“ schon etwas kräftiger. Mit „Christmas twang“ war Anna-Rabea Pacheco wieder bei ihren musikalischen Wurzeln, erinnerte an ihren lange geleiteten Gospelchor und freute sich, das Stück erneut aufzuführen. Besonders stimmungsvoll machte den Song der Wechsel von Sologesang und Chor. Es gab Klassiker zu hören, wie das rasche, eher an Sprechgesang mit ineinander verwobenen Stimmen erinnernde „Carol of the bells“, das zart klingende „White Christmas“ oder „Walking in the air“, ein Filmlied. Besonders schön waren die Solostimmen im dynamischen Lied „That’s Christmas to me“ und in Leonard Cohens „Hallelujah“. Eine weitere, weitaus jüngere Filmmelodie mit vorantreibendem Rhythmus stammte aus der „Eiskönigin“.
Schlussakt in Weihnachtspullovern
„Die Woche war eine interessante Achterbahnfahrt“, meinte Anna-Rabea Pacheco und dankte, neben den Unterstützenden im Vorverkauf und an der Abendkasse, ihrem Bruder und ihrer Schwägerin, während der Proben auf ihre Tochter aufgepasst zu haben. Schwungvoll ging es mit Piano und Schlagzeug in den Schluss, und die Chorleiterin rief dazu auf, aufzuspringen und die Nachbarn zu umarmen. Für das Finale „Santa Claus is coming to town“ kleideten sich die Sängerinnen und Sänger in Weihnachtspullis.
