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In seinem Amt als Leipziger Thomaskantor führte Johann Sebastian Bach neben eigenen Kompositionen auch Werke anderer Meister auf, unter anderen Kantaten von Georg Philipp Telemann, die Markus-Passion von Reinhard Keiser und – mindestens zweimal – die Lukas-Passion eines unbekannten Verfassers.Markus Nitt, Kantor in Bant, hat dieses Werk mit der Banter Kantorei einstudiert. Er führt es am Sonntag, 15. März, um 19 Uhr zusammen mit dem Instrumentalensemble „Fiori Concertati“ von Matthias Hengelbrock in der Banter Kirche auf. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.
Als Solisten hat Nitt seinen Ex-Kollegen aus Jever, Dirk Hauenschild (Tenor) gewonnen sowie den Bariton Matthias Repovs. Ergänzt wird das Solistenquartett von Birgitt Nitt (Sopran) und Angela Kirstges (Alt).
Die einzige Quelle der Lukaspassion ist eine von Johann Sebastian Bach eigens angefertigte Abschrift, weshalb man die Partitur lange Zeit ihm zuschrieb. Heute geht die Forschung davon aus, dass das unprätentiös-schlichte Werk größtenteils nicht von Bach selbst komponiert wurde, weshalb es als „apokryph“ gilt.
Der Bariton Matthias Repovs studierte Gesang an der Musikhochschule Köln, Standort Wuppertal und wechselte 2004 an die Hochschule für Künste Bremen in die Klasse von Professor Thomas Mohr. 2007 schloss er sein Studium mit dem Diplom ab.
Bereits während seines Studiums führten Matthias Repovs Engagements an die Wuppertaler Bühnen, die Bad Gandersheimer Domfestspiele und das Hellenic Festival Athen.
Neben seiner Operntätigkeit hat sich Matthias Repovs auch als Konzertsänger etabliert.
Dirk Hauenschild war zehn Jahre Kantor in Jever. Er ist seit 1985 Chorleiter, war von 1991 bis 2004 Mitglied des „ensemble voces berlin“und zwei Jahre Assistent am Dominikanerkloster St. Paulus in Berlin-Moabit, bevor er nach Jever kam. Seit 2008 ist er Domkantor in Molde (Norwegen).
