Wilhelmshaven - Aus dem an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven angesiedelten Tempus-Projekt zur Entwicklung einer akademischen Tourismus-Ausbildung im Kaukasus ist ein künstlerischer Ableger erwachsen. Für den kommenden Oktober sind vier Wilhelmshavener Künstler nach Armenien eingeladen, um auszustellen und Kontakte mit der dortigen Kunstszene zu knüpfen.

Schon jetzt ist ein Gegenbesuch dreier armenischer Künstler bei der Sezession Nordwest fest geplant, teilte die Initiatorin Christa Marxfeld-Paluszak mit. Ausgangspunkt war im vergangenen Januar die Auftaktkonferenz des v Tempus-Projektes an der Jade Hochschule mit Teilnehmern aus Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Unter den auswärtigen Vertretern von Hochschulen, Touristik-Unternehmern und nichtstaatlichen Organisationen befand sich auch als Gast Alexan Ter Minasyan.

Der Armenier leitet in Gyumri, der mit 100 000 Einwohnern zweitgrößten Stadt des Landes, das „Berlin Art-Hotel“ und die „Galery 25“. Tempus-Projektbetreuerin Andrea Menn, Leiterin des International Office an der Jade Hochschule, stellte den Kontakt zu Christa Marxfeld-Paluszak her, wie sie Mitglied bei Soroptimist International. So spann man die ersten Fäden eines grenzüberschreitenden Netzwerkes.

Dazu gehörte neben vielen Gesprächen die Besichtigung der Räume der Sezession Nordwest sowie des Ateliers von Marxfeld-Paluszak und eine eigens organisierte Ausstellung mit zwölf grafischen Werken des international bekannten armenischen Künstlers Ararat Sargs­yan, die Ter Minasyan im Gepäck hatte.

Inzwischen erhielten Paluszaks die Einladung für sechs Personen nach Armenien, so dass neben Peter Geithe als weitere Sezessions-Künstler Margarete Hihn und Bernd Nöhre auf die Reise gehen werden.