/mü
Watt und Küste gehören zusammen, und Wattenmeerhaus und Küstenmuseum liegen ein paar Steinwürfe voneinander entfernt am Wasser – beste Voraussetzung für die Bildungseinrichtungen, ihre Arbeit aufeinander abzustimmen und zu kooperieren.Mit neuen Kombiangeboten für Schulklassen geht man auf diesem Gebiet einen guten Schritt voran, freut sich auch der Geschäftsführer der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH (WTF), Raymond Kiesbye. Er stellte die Kooperation gestern zusammen mit Geschäftsführerin Dr. Juliana Köhler und Roger Staves vom Nationalparkzentrum Wattenmeerhaus sowie Tanja Kwiatkowski, wissenschaftliche Leiterin des Küstenmuseums, vor. Er hoffe überdies, dass diesem Projekt in der Zukunft weitere folgten, zumal die Zielgruppen ähnlich seien.
Start für beide neuen Angebote unter dem Thema „Nationalpark und Küstenschutz: früher, heute und morgen“ ist mit einer Führung im Küstenmuseum. Dem historischen Blickwinkel (Sturmfluten, Deichschutz, Siedlungsgeschichte anhand der Funde von Gerätschaften und Knochen) folgt nach einer kurzen Wanderung am Bontekai entlang zur Banter Kirchenruine der eher praktische Teil, in dem im Rahmen der handlungsorientierten Führung durch das Wattenmeerhaus-Team die Teilnehmer u.a. den Deichzustand erforschen. Anschließend geht es auf die Dachterrasse und in die Ausstellung des Nationalparkzentrums.
Viereinhalb Stunden dauert das Angebot für die 5. und 6. Klassen (6,50 Euro pro Person). Für Schüler ab der 7. Klasse ist das Angebot auf sechs Stunden erweitert (8 Euro) und beinhaltet auch ein Gespräch mit Vertretern des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie ein Rollenspiel „Trilaterale Ministerkonferenz“.
Dabei lernen die Schüler die Behandlung der Themen Umwelt- und Küstenschutz in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden sowie die politischen Abläufe kennen. Generell ist das abgestimmte Bildungsangebot fächerübergreifend angelegt, von Biologie über Erdkunde und Geschichte bis hin zu Politik.
Das Faltblatt mit den Kombiangeboten ist in der vergangenen Woche an die Schulen verteilt worden. „Jetzt warten wir nur noch auf die Anmeldungen“, betont Juliana Köhler. Dass es gewisse Wissenslücken zu füllen gibt, merkte Roger Staves, zuständig für die Bildungsarbeit im Wattenmeerhaus, bei Stichprobenfragen: Da schätzte ein Schüler aus Jever die maximale Fluthöhe auf 25 Meter – ein erwachsener Ostfriese toppte dies allerdings mit 68 Metern.
Anmeldung unter veranstaltung@wattenmeerhaus.de oder
