Wilhelmshaven - Kultur ist ein kostbares Gut. Dieser Meinung ist auch der Förderverein „Kultur im Stadtnorden“ mit seiner Vorsitzenden Annette Eissing. In Zusammenarbeit mit Dr. Volker Pirsich und Dr. Markus Rückert wurde wieder eine bunte Mischung an Programmpunkten für das erste Halbjahr 2024 zusammengestellt.

Insgesamt 20 Veranstaltungen – eine 21. ist geplant, aber noch nicht terminlich fixiert - werden die sechs Kirchengemeinden im Stadtnorden einmal mehr zu Schauplätzen von Ausstellungen, Konzerten, Lesungen oder Theaterinszenierungen, und das zumeist bei freiem Eintritt. „Nahezu jede Woche gibt es ein Event. Unser Ziel, diese möglichst gerecht auf alle sechs Kirchen aufzuteilen, ist uns fast gelungen – einzig Sengwarden kommt aufgrund geplanter Sanierungsarbeiten etwas schlechter weg“, fasste Pirsich zusammen.

Ein Höhepunkt sei die Ausstellung „Holzschnitte zur Passion und zu Ostern“ von Walter Habdank vom 10. März bis 1. April in der St. Martin-Kirche zu Voslapp. „Er war ein in der evangelischen Szene hervorragender Künstler mit biblischen Motiven, die er in dramatischer Art der Holzarbeit festhielt“, erklärte Rückert. Groß ist die Freude auch darüber, dass die Neuapostolische Kirche als Partner dieses Kulturprojekts mit dabei ist. Am 21. Januar, 17 Uhr, spielt dort das Blasorchester Friesland auf, wo das komplette Spektrum der Blasmusik – von Pop über Swing bis zur klassischen Musik - erklingen wird.

Darüber hinaus kommen auch Freunde der Kammermusik nicht zu kurz. Ob Lisa Solomon (7. April, Thomaskirche Neuengroden) oder „Durch die Blume“ mit romantischen Liebesliedern von Schubert, Schumann und Brahms (5. Mai, Friedenskirche Fedderwardergroden). Pirsich hat darüber noch einen „heißen Tipp“ für das erste Halbjahr: „Das Männeroktett ,Die Profisorischen’ aus Wildeshausen, die am 11. Februar in der Friedenskirche singen.“

Der farbige Anker verbindet die sechs Kirchengemeinden im Norden Wilhelmshavens.

Der farbige Anker verbindet die sechs Kirchengemeinden im Norden Wilhelmshavens.

Dem Förderverein um Annette Eissing sowie Pirsich und Rückert ist es zudem gelungen, auch internationale Künstler für die Kulturkirche zu gewinnen. So gastieren beispielsweise Troy Petty (1. März, St. Martin-Kirche) und Rob McHale (24. Mai, Thomaskirche) im Zuge der Kulturreihe im Stadtnorden. „Es ist schön, dass wir wieder so viele Programmpunkte bereithalten können. Wir haben nur ein begrenztes Budget, entsprechen können wir nur kleine Honorare zahlen. Umso erfreulicher ist es, dass wir so viele Künstler haben, die dieses Projekt toll finden und trotzdem auftreten“, sagte Annette Eissing und warb dafür, dass der Förderverein sich jederzeit über neue Mitglieder, ehrenamtliche Arbeit sowie Spenden freut. Dass sich das Konzept in den ersten eineinhalb Jahren bewährt hat, bestätigte Pirsich. „Die Nachfrage ist groß, pro Veranstaltung kommen im Schnitt etwa 50 bis 60 Leute - bei einigen Events auch mal mehr als 100. Das ist ein guter Zuspruch.“

Weitere Informationen zum Programm und zur Unterstützung des Fördervereins gibt es in den ausliegenden Flyern sowie unter www.kulturkirche-whv-stadtnorden.de.

Michael Hacker
Michael Hacker Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung