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„Das Auge unsichtbar“ heißt die neue Ausstellung in der Kunsthalle, die gestern im Beisein des Künstlers Cees Andriessen aus den Niederlanden eröffnet wurde.Gezeigt werden bis 3. Mai etwa 70 Arbeiten aus den vergangenen zehn Jahren einer bereits 40 Jahre währenden Schaffensperiode eines der bedeutensten Künstler seiner Generation in den Niederlanden. Es handelt sich überwiegend um Holzschnitte in oft ungewöhnlichen Formaten von bis zu drei Metern Breite. Aber auch Linolschnitte und Zeichnungen sind zu sehen. Der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Niederländischen Generalkonsulat, Felix Eich, war extra aus Hamburg angereist, um die Grußworte zu sprechen.
Eine wohlige Stille gehe von Andriessens Grafiken aus, so Eich, eine Stille die einen nicht zwinge, Stellung zu beziehen. „Der Rest ist Schweigen“, diese letzten Worte Hamlets seien ihm beim Betrachten der Bilder in den Sinn gekommen. Still, aber nicht stumm, seien Andriessens Werke. Wohltuend in einer lauten Welt.
Die Leiterin der Kunsthalle, Dr. Viola Weigel, führte in das Werk Andriessens ein. „Seine Werke hängen in vielen Sammlungen der Niederlande, zuletzt hat sogar das Reichsmuseum Amsterdam einen großformatigen Holzschnitt von ihm angekauft“, berichtet die Kunsthallenleiterin. Als Lichtfelder, die von Farbspuren durchpflügt werden, empfinde sie die hellen, fast leeren Drucke, die im besonderen Licht der Kunsthalle eine fast meditative Stimmung verbreiten.
Weigels Dank ging an die niederländische Botschaft, die die Transportkosten übernommen hat und an das Land Niedersachsen.
