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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

KW-Brücke soll dem Wasserturm helfen

19.11.2007

Zum zweiten Mal engagiert sich der Künstler Ole West für die Sanierung des alten Wasserturms an der Gökerstraße. Am Dienstag signiert er im Turm.

Von Hans-Jürgen Schmid

Wilhelmshaven Einsatz für die Allgemeinheit findet Ole West beispielhaft und unterstützenswert. So hat sich der auf Norderney lebende Künstler nicht lange bitten lassen, dem Verein „Bürger für Wilhelmshaven“ bei dessen Bemühungen zu helfen, die Mittel für die notwendige Sanierung des alten Wasserturms an der Gökerstraße aufzubringen.

So folgt er zum zweiten Mal einer Einladung seines in Wilhelmshaven lebenden Freundes Peter Westphal zu einer Signierstunde im Turm, der als das älteste noch bestehende Bauwerk aus der preußischen Zeit Wilhelmshavens gilt. Initiator der Sanierung war seinerzeit der verstorbene Buchhändler und Verleger Volker Eissing, nach dem das Bauwerk mittlerweile „Volker sein Turm“ genannt wird.

Der Weg der Sanierung ist dornig, und die damit verbundene Mühsal kann West gut nachvollziehen, war doch sein Weg aus seiner Geburtsstadt Wedel über Hamburg bis Norderney bis zur Anerkennung, die er mittlerweile als Künstler weit über Deutschland hinaus gefunden hat, alles andere als einfach.

„Der Weg zu dem, was ich heute bin, ist nicht geteert gewesen“, sagt der 56-Jährige. Dass er, der seine Frau Elke auf Norderney kennengelernt hat, mit ihr nun schon 24 Jahre auf der Nordseeinsel lebt, ist für ihn einerseits Zufall, andererseits aber „positives Lebensschicksal“.

Als er in Hamburg studierte, spielte er in einer Band, deren Saxophonist von Norderney kam. Mehrfach verbrachte West Semesterferien auf der Insel, die ihm alsbald außerordentlich vertraut war.

Nach dem Studium hatte er zunächst in Hamburg unter anderem für das Ernst-Deutsch-Theater und den NDR als Kunstmaler gearbeitet, doch sein Ziel war es, als freier Illustrator und Maler tätig zu werden. Auch wenn der Anfang als freier Künstler schwierig war – bereut hat er die Entscheidung nicht. Und heute ist er weltweit bekannt. Seine Arbeiten befinden sich in vielen Sammlungen und Museen in aller Welt.

Besonders bekannt ist West durch seine Leuchtturm-Zeichnungen geworden. Er hat fast alle Seezeichen an der Nord- und Ostseeküste zu gemalt, darunter mehrfach auch den Leuchtturm Arngast mitten im Jadebusen. Und wenn ein Leuchtturm in der großen Sammlung fehlt, dann habe er ihn nicht etwa vergessen, sondern er sei einfach zu hässlich, um sich mit ihm zu befassen. Gemeinsam mit seiner Frau und einem Freund führt er den Tidenhub-Verlag, über den sämtliche Drucke seiner Werke vertrieben werden.

Den Wilhelmshavener Peter Westphal hat West auf Norderney kennengelernt. Nach dessen Schilderung der Situation um den Wasserturm sagte West sofort Hilfe zu. Vor drei Jahren hatte er den Turm gemalt, die Drucke signiert, veräußert und den Erlös gestiftet.

Und nun signiert er an diesem Dienstag, 20. November, von 14 bis 18 Uhr im Wasserturm die Drucke der hundertjährigen Kaiser-Wilhelm-Brücke. Ein Druck soll 25 Euro kosten. Davon stiftet West dem Verein „Bürger für Wilhelmshaven“ für den Turm jeweils fünf Euro. Zusätzlich stiftet er dem Verein das Originalbild, dessen Verkaufserlös auch der Turmsanierung zufließen soll.

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