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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

PRAKTIKUM: Lernen in der Umbruchphase

31.01.2008

Die katholischen Kirchengemeinden Wilhelmshavens, Sandes und Roffhausens sind im Umbruch. Ein Theologiestudent beobachtet den Übergangsprozess mit Spannung.

Von Ursula Grosse Bockhorn

WilhelmshavenNeun katholische Kirchengemeinden werden aufgelöst, eine neue entsteht. Unzählige Treffen und Sitzungen sind in der Vorbereitungsphase vonnöten. Es gibt unendlich viel zu koordinieren und abzustimmen. Für ein paar Wochen ist Christoph Brandt mittendrin. Der 22-jährige Theologiestudent absolviert gerade sein Vorbereitungshalbjahr. Alle elf Neulinge im Priesterseminar in Münster sind zum Pastoralpraktikum ins Oldenburger Land ausgeschwärmt.

Brandt, der in Vechta aufgewachsen ist, verfolgt gebannt, was derzeit in den katholischen Kirchengemeinden in Wilhelmshaven, Sande und Roffhausen passiert. „Hochspannung pur“, kommentiert er. Nicht nur die Pfarrer und hauptamtlichen Mitarbeiter sind gefragt. Auch die Ehrenamtlichen, die in den bisherigen Gemeindegremien mitarbeiten, müssen viel Zeit und Mühe aufwenden. Es geht darum, alle bisherigen Gemeinden angemessen zu berücksichtigen, Kompromisse zu finden, die alle mittragen können. „Ich habe den Eindruck, dass das klappt.“

Vieles ist in Wilhelmshaven anders als in Münster oder zu Hause in Vechta, stellt der Praktikant fest. „In Vechta haben wir 500 Messdiener, hier sind es sehr viel weniger.“ Er ist beeindruckt, dass sich kleine Gemeinden nicht unterkriegen lassen. „Die, die dabei sind, sind umso überzeugter.“ Eine Umbruchphase, in der die ganze bisherige Arbeit auf den Prüfstand kommt, sei besonders dafür geeignet, einen Einblick in den priesterlichen Dienst zu bekommen, meint Brandt.

Sein Weg zum Theologiestudium ist ungewöhnlich. In Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern geboren, fand er nach dem Umzug der Familie nach Vechta Kontakt zur katholischen Kirche. Erst 2006 wurde er getauft.

Die Zahl der Priesteramtskandidaten steige langsam wieder an, berichtet er. Das liege auch daran, dass die katholische Kirche der Berufungspastoral (der seelsorgerlichen Begleitung bei der Berufung zu geistlichen Berufen und Diensten in der Kirche) wieder mehr Aufmerksamkeit schenke. Bis zur Priesterweihe ist es noch ein weiter Weg. Fast acht Jahre dauert die Ausbildung. Dem Hochschulstudium folgt ein einjähriges Gemeindepraktikum, dann ein Jahr als Diakon. Was danach kommen wird, ist offen. „Die Perspektive weiß nur der liebe Gott“, sagt Brandt.

Gerne wäre er dabei, wenn am 24. Februar die Zusammenlegung der katholischen Kirchengemeinden offiziell begangen wird. Doch bis dahin steht schon ein weiterer Vorbereitungsabschnitt auf dem Programm. Die münsterschen Priesterseminaristen sind dann zusammen mit Theologiestudenten aus Osnabrück und Aachen zum Bibelstudium in Israel.

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