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MARINEARSENAL „Nehmen die Situation nicht länger hin“

von michael halama

wilhelmshaven/berlin

Die Forderung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist eindeutig: „Sofort junges Fachpersonal einstellen!“ Dem Marinearsenal droht eine Überalterung, dazu ein weiterer Personalabbau. Gegen diese negative Entwicklung wurde jetzt mit einer Flugblatt-Aktion vor den Arsenaltoren in Wilhelmshaven protestiert.

Doch die Vorgaben aus Berlin sind eindeutig: Bis 2010 sollen die zivilen Stellen der Bundeswehr auf 75 000 reduziert werden. Selbstverständlich muss auch das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) – das Marinearsenal ist eine seiner Dienststellen – einen Beitrag leisten.

Vom Tisch sind dabei offensichtlich die ursprünglichen Pläne, die Verwaltung in Koblenz zu zentralisieren. Die Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer und Hans-Werner Kammer haben sich hier erfolgreich für den Erhalt des Arsenals als eigenständige Dienststelle eingesetzt. Kammer dazu: „Dies ist auch eine Anerkennung der guten Arbeit, die die Beschäftigten des Arsenals leisten.“ Aber die Jugendsprecher hätten entgegen der Verdi-Aussagen vom BWB doch ein Übernahmeangebot erhalten, sagt Kammer. Allerdings nicht beim Marinearsenal, sondern bei der Wehrtechnischen Dienststelle 71 in Eckernförde. Dies sei von den Betroffenen abgelehnt worden, habe ihm das Verteidigungsministerium mitgeteilt.

Die Aussichten für die weitere Entwicklung des Marinearsenals sind „so alarmierend, das können wir nicht länger hinnehmen“, meint Karin Evers-Meyer. „Wir haben den Eindruck, dass Personal immer nur in den Außenstellen des BWB abgebaut wird.“

In den kommenden Wochen wird es wohl Gewissheit über die wichtigsten Punkte der Zukunftsausrichtung geben. Denn bis Ende März wird der Präsident des BWB, Detlev Petry, dem Verteidigungsministerium darlegen, wo weitere Dienstposten eingespart werden können.

Evers-Meyer: „Gemeinsam mit dem Kollegen Kammer werde ich dann ein weiteres Gespräch mit Staatssekretär Dr. Eickenboom führen.“ Noch im April wollen die beiden Abgeordneten im Marinearsenal mit dem Leitenden Direktor Christian Brix über die aktuelle Lage sprechen.

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