Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Marinestützpunkt Rendezvous der „schwimmenden Tankstellen“

Dietmar Bökhaus
Der Tanker „Spessart“ (links) lag in einer Einsatzpause auf der Reede und die „Rhön“ drehte mit Schlepperhilfe eine Begrüßungsrunde um ihr Schwesterschiff.

Der Tanker „Spessart“ (links) lag in einer Einsatzpause auf der Reede und die „Rhön“ drehte mit Schlepperhilfe eine Begrüßungsrunde um ihr Schwesterschiff.

Dietmar Bökhaus

Wilhelmshaven - Ein Bild mit Seltenheitswert: Zwei Schiffsoldies gaben sich jetzt ein „Rendezvous“ vor der Einfahrt des Marinestützpunktes Wilhelmshaven. Der Tanker „Spessart“ lag während einer Einsatzpause auf Reede, die „Rhön“ drehte mit Schlepperhilfe eine Begrüßungsrunde um ihr Schwesterschiff. Die „Rhön“ befindet sich derzeit zu Erprobungsfahrten in See.

Schwimmende Tankstelle

Die Betriebsstofftransporter der Klasse 704, „Rhön“ und „Spessart“ sind wichtige Service-Dienstleister für Kampfschiffe in See. Ihre Hauptaufgabe ist es, diese Einheiten während der Einsätze mit Kraftstoff zu versorgen. Ihr weithin sichtbares Kennzeichen als „schwimmende Tankstelle“ ist der große bügelartige Mast, der speziell für das Replenishment-at-sea (RAS), die Abgabe flüssiger Güter in See, konzipiert wurde. An ihm hängen Stahlseile und Versorgungsschläuche zur möglichst schnellen und sicheren Übergabe von Treibstoff. Einer der Flottentanker kann damit zwei Schiffe in Fahrt gleichzeitig betanken. Im Leistungsangebot dieser Tankschiffe gehört auch die Übergabe von Frischwasser, Schmierölfässer, Proviant- und Munitionsboxen. Beide Einheiten dieser Klasse wurden bereits in den siebziger Jahren als zivile Tankschiffe Okene und Okapi für die dänische Reederei Terkildsen & Olsen gebaut, kamen aber nie in Fahrt.

Ende der Dienstzeit

Stattdessen wurden sie nach kurzer Zeit zum Verkauf angeboten und 1976 von der Bundesmarine erworben, die sie 1977 als „Rhön“ (A1413) und „Spessart“ (A1412) in Dienst stellte. Beide Schiffe gehören zum Trossgeschwader der deutschen Marine, wobei die „Rhön“ in Wilhelmshaven und die „Spessart“ in Kiel beheimatet sind. Für die Schiffsklasse 704 ist das Ende ihrer Dienstzeit für die Deutsche Marine absehbar, denn zwei neue Marinetanker sind in der Planung bzw. im Bau. Die neuen Transportschiffe werden als Doppelhüllentanker gebaut und fallen deutlich leistungsstärker aus als die „Rhön“-Klasse. Die zwei Einheiten des designierten Typs 707 sollen den Projektplanungen zufolge der deutschen Flotte über die 2050er-Jahre hinaus zur Verfügung stehen, wie aus Marinekreisen zu hören ist.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Komm in meine Arme: Die B-Juniorinnen der SpVg Aurich – hier im Spiel gegen den VfL Wolfsburg – wollen Sonnabend gegen Mönchengladbach den Grundstein zum Einzug ins Finale legen.

KAMPF UM DEUTSCHE MEISTERSCHAFT Aurichs Fußballerinnen hoffen im ersten Halbfinale gegen Gladbach auf 3500 Fans

Ingo Janssen
Aurich
Jubelt weiter für den VfB: Drilon Demaj

ALLROUNDER BLEIBT BEI FUSSBALL-REGIONALLIGIST Neu-Stürmer Drilon Demaj verlängert Vertrag beim VfB Oldenburg

Lars Blancke
Oldenburg
Mit zurzeit 51 Rudeln, vier Paaren und drei Einzelwölfen gilt Niedersachsen als Wolfsland. Die Gerichte haben hohe Hürden für einen Abschuss von Problemwölfen aufgebaut.

GERICHT ERHÖHT HÜRDEN Darum werden derzeit keine Problemwölfe in Niedersachsen getötet

Stefan Idel Büro Hannover
Lüneburg
Führungswechsel bei der GSG Oldenburg, Daniel Jircik wird neuer Geschäftsführer der GSG (v.l): Michael Thanheiser, OB Jürgen Krogmann, Daniel Jircik, Stefan Könner

DANIEL JIRCIK Warum der designierte GSG-Geschäftsführer in Stendaler Unternehmen fristlos entlassen wurde

Thomas Husmann
Oldenburg
Kommentar
Einweihung der Fahrradstraße mit prominenten Gästen (von rechts vorn): Zwischenahns Bürgermeister Henning Dierks, CDU-Landtagsabgeordneter Jens Nacke, Olaf Lies, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, die Ammerländer Landrätin Karin Harms und SPD-Landtagsabgeordneter Björn Meyer Ende April.

FÖRDERUNG DES FAHRRADVERKEHRS Entwicklungsland Deutschland

Michael Sommer