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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Jade-Port-Regatta: Maritimes Erlebnis auf der Jade

19.08.2013

Wilhelmshaven Um 9.15 Uhr ist die erste Sorge des Regattaleiters vorbei. Alle Traditionssegler, die am Sonnabend um den Jade-Weser-Port-Cup wetteifern, sind sicher in der Schleuse – auch die „Pedro Doncker“, die als letztes Schiff kurz vor neun am Wilhelmshavener Bontekai die Leinen losgemacht hatte. Um halb neun hatte Regattaleiter Jörg Owen angefangen, Druck zu machen und war mit seinem Führungsschiff „Dirk“ an den Teilnehmerschiffen vorbeigefahren und hatte die Skipper an den durch die festgelegten Schleusenzeiten vorgegebenen Zeitrahmen erinnert.

Kurz vor acht waren Owen und sein Team an Bord der „Dirk“ gegangen. Im Gepäck unter anderem funkgesteuerte Uhren, Computer, die schriftliche Segelanweisung, Signalflaggen und Signalpistole, Frühstücksbrötchen, Eintopf, Kuchen – und mehrere große Thermoskannen mit Kaffee, ohne den an Bord nichts geht. Dabei auch mehrere Koffer mit medizinischem Notfallgerät. Die beiden Ärzte, die zum Team gehören, hoffen, dass sie von den Koffern keinen Gebrauch machen müssen.

Die „Dirk“ ist ein kleiner Schlepper mit Eigner Dirk Huntemann am Steuer. 1975 hat sein Großvater Focko Becker das Schiff bauen lassen. Meist ist es im Einsatz, um Sportboot-Häfen und Fahrwasser an der ostfriesischen Küste und in Nordfriesland freizuhalten.

Um 9.40 Uhr ist das äußere Schleusentor geöffnet, die ersten Schiffe legen ab und nehmen Kurs auf die Wartezone südlich der Regatta-Startlinie. Draußen warten schon etliche Sportboote, die außer Konkurrenz, aber nicht ohne Ehrgeiz an der Wettfahrt teilnehmen. Dabei auch mehrere Fahrgastschiffe, die ihren Gästen den besten Blick auf die schönste Show an der Jade bieten.

Regattaleiter Owen trifft letzte Absprachen mit der Besatzung des Seenot-Rettungsbootes „Otto Behr“ – vorher hatte er schon mit Beamten der Wasserschutzpolizei über die hoffentlich nicht nötige Kommunikation im Krisenfall gesprochen. Der Kontakt zu den anderen Behörden und den teilnehmenden Schiffen findet per Funk statt.

Der Start funktioniert nach einem komplizierten Szenario: Der Countdown wird per Funk übertragen, zusätzlich werden bestimmte Flaggensignale gehisst – bestimmte Hupsignale des Schleppers sowie Schüsse mit der Signalpistole gehören dazu.

Kurz nach elf sind alle unterwegs. Zwei bis drei Windstärken aus Südwest treiben die Schiffe nach Norden – für die kleinen Boote ist das ganz gut, für die großen Traditionssegler eigentlich etwas zu wenig. Dennoch kommen sie gut voran, vorbei an den Wilhelmshavener Anlegebrücken für Öl, Kohle und Chemieprodukte und dem Wilhelmshavener Jade-Weser-Port geht es Richtung Hooksiel, wo an der Tonne 38 gewendet wird.

Die Entscheidung über den Sieg fällt auf der Rückfahrt. Am Ende liegt die schnelle „Twister“ vor dem „Lotsenschoner No 5“ und der „Abel Tasman“. Tausende winken den Teilnehmern am Ende bei der Einlaufparade zu – und auch am Sonntag nutzen jede Menge Besucher aus dem ganzen Nordwesten die Möglichkeit, die Traditionssegler beim „Open Ship“ besichtigen zu können.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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