Wilhelmshaven - Sie will nicht enden, die Diskussion über die Benennung des Bontekais nach einem Nazi-Kommodore. Grund genug für die Wilhelmshavener Grünen am Mittwoch, 22. Juni, um 18.30 Uhr im Café Gerda, zu einer Gesprächsrunde einzuladen.
Dazu heißt es in einer Pressemitteilung: Auch andere Straßen in Wilhelmshaven würden die Namen von Menschen tragen, deren Lebensleistungen zumindest als gemischt gesehen werden dürfen.
Bismarck etwa habe einerseits Deutschland geeint und den Sozialstaat aufgebaut, aber auch Kriege geführt und den Kolonialismus mitgetragen. „Sehr viele Menschen, nach denen Gebäude oder Straßen – z. B. auch Hegel, Kant oder Luther oder – benannt sind, lassen sich auch heutiger Sicht kritisieren“, so der Jugendparlaments Vorsitzende Matthew von Fintel.
Was also tun? Wie genau muss alles untersucht werden? Die Oldenburger Soziologin Lena Nzume und Matthew von Fintel reden mit Wilhelmshavener Grünen und allen, die mitdiskutieren möchten. Das Café Gerda befindet sich in der Schillerstraße 16 – mit Kritik an den Namen „Schillerstraße“ rechnen die Veranstalter eher nicht!
