Wilhelmshaven - Sechs Wochen wurde in der neuen Mensa zuletzt noch auf Sparflamme gekocht, jetzt startet das Team um Leiter Sören Carstens voll durch. Pünktlich zum Start des Wintersemesters wurde am Freitagvormittag der Mensa-Neubau samt Studierenden-Service-Center auf dem Campus der Jade Hochschule in Wilhelmshaven offiziell eröffnet. Nach rund dreieinhalb Jahren Bauzeit ist das vollbracht, worauf vor allem die Küchencrew sehnlichst gewartet hat – der Umzug aus der Bestandsmensa, die deutlich in die Jahre gekommen war und nicht mehr dem Standard entsprach, ist vollzogen.„Es war ein langer Prozess, unter anderem auch beeinflusst durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg. Am Ende ist es aber ein Ergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sein können“, bilanzierte Falko Mohrs, niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, in seiner Rede. Rund 14,5 Millionen Euro hat das Land investiert, um den Studierenden und Hochschulangehörigen einen Ort zu bieten, an dem regionales Essen auf den Tisch kommt und an dem Gemeinschaft gelebt wird.
Hochschulpräsident Prof. Dr. Manfred Weisensee (v. li.), Wirtschaftsminister Falko Mohrs und Ted Thurner, Geschäftsführer Studentenwerk Oldenburg, zeigten sich erfreut, dass der Neubau nun eröffnet werden konnte. Bild: Dirk Gabriel-Jürgens
Hochschulpräsident Prof. Dr. Manfred Weisensee erinnerte einmal mehr an den Claim „Besser studieren“, dem man mit der neuen Mensa Leben verleihe. Einerseits werden hier gute Lebensmittel zu günstigen Preisen angeboten, andererseits können Studierende und Mitarbeitende den Speisesaal auch abseits der Essensausgabe nutzen, um zu lernen oder sich zu treffen. 220 Plätze stehen zur Verfügung, täglich können bis zu 1200 Mahlzeiten über den Tresen gereicht werden. „Dieses Gebäude ist ein großer Sprung nach vorne. Der gesamte Campus wird hiermit aufgewertet und bietet eine angenehme Atmosphäre. Alleine mit Blick auf das Niedersachsen-Menü zeigt sich, dass schon für 2,50 Euro eine tolle Mahlzeit erhältlich ist“, sagte Ted Thurner, Geschäftsführer Studentenwerk Oldenburg, das die Mensa betreibt.
Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist erinnerte derweil an seine Zeit als Student, als er aus der Mensa noch „auf eine geklinkerte Außenfassade“ geschaut hat. „Diese Aussicht hier macht schon was her. In meinen Augen ist dieses Gebäude ein wesentlicher Aspekt der Zukunft und kann zu einer Seele der Hochschule werden.“ Gerade in Zeiten, in denen immer wieder über Probleme gesprochen und diskutiert wird, sei die Eröffnung der neuen Räume eine Art „Aufbruchstimmung für die Jadestadt und die vielen jungen Menschen, die sich für ein Studium in Wilhelmshaven entscheiden. Die Realisierung zeigt ihnen, dass wir sie brauchen und dafür auch etwas schaffen“, so Feist. Zugleich erinnerte er Falko Mohrs daran, dass Wilhelmshaven eine Wissenschaftsstadt sei – nicht nur wegen der Hochschule, sondern weil hier Wissenschaft in vielen Bereich gelebt und verkörpert werde. „Und wir wünschen uns sehr, die staatliche Anerkennung dafür zu bekommen.“
