Wilhelmshaven - Das Zentrum für Chirurgie bündelt fortan im Klinikum Wilhelmshaven die Fachkompetenz von Experten aus allen Bereichen der Chirurgie. Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, die Sektion für Unfallchirurgie und Orthopädie und die Sektion für Gefäßchirurgie werden somit unter einem Dach vereint.
„Mit der neuen Gliederung agiert einerseits jeder der drei Bereiche als selbstständiges Team, andererseits können die vorhandenen Ressourcen und Strukturen des Zentrums, sowie der gesamte chirurgische Erfahrungsschatz optimal genutzt werden, um eine bestmögliche Patientenversorgung zu ermöglichen“, erklärt Klinikum-Sprecher Henning Weerts die Vorteile.
Jeder Bereich habe Experten mit langjähriger operativer Erfahrung vorzuweisen. Etwa Dr. Alexandra König, die das Zentrum leitet. Sie ist zugleich Chefärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, wird seit vielen Jahren regelmäßig in der Schilddrüsen- und Bauchspeicheldrüsenchirurgie ausgezeichnet. Vor ihrer Zeit am Klinikum arbeitete König insgesamt 15 Jahre in führender Position im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Mit dem UKE besteht eine langjährige, gewachsene Zusammenarbeit. Das Klinikum Wilhelmshaven ist nicht nur Lehrkrankenhaus des UKE, sondern auch Kooperationspartner des universitären Krebs-Zentrums. Das ermögliche Zweitmeinungen auf kürzestem und ganz persönlichem Wege, so Weerts.
Die Sektion für Gefäßchirurgie habe zuletzt unter der Leitung von Frank Wiemers die Strukturprüfung der Kassen für offene und minimalinvasive Operationen des Bauchaortenaneurysma hervorragend bestanden. „Diese Strukturprüfung bestehen nur Kliniken, die höchste Qualität und vorhandene Strukturen im Bereich der Pflege und des ärztlichen Bereiches vorweisen können“, so Weerts. Die bestandene Prüfung ist Voraussetzung für bestimmte Operationen in interdisziplinärer Zusammenarbeit, mit dem das Klinikum im Norden ein Alleinstellungsmerkmal habe. So dürften komplexe Eingriffe am Organsystem Pankreas (Bauchspeicheldrüse) am Klinikum durchgeführt werden. „Für diese anspruchsvollen Eingriffe werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) jährliche Mindestmengen gefordert, um die Qualität dieser komplizierten Operation zu sichern. Diese Mindestmengen werden im Klinikum Wilhelmshaven erreicht.“
Zentrum für Darmkrebs bereits erfolgreich
Die Sektion für Unfallchirurgie und Orthopädie soll unter der Leitung von Ahmed Fahmi Awad weiter ausgebaut werden. Der Mediziner sei insbesondere in den Bereichen der Sportorthopädie, Gelenkchirurgie und Behandlung von komplexen unfallchirurgischen Verletzungen ein führender Chirurg und anerkannter Experte.
Die fachübergreifenden Vorteile hätten sich bereits beim Zentrum für Darmkrebs gezeigt, das im vergangenen Jahr von der Deutschen Krebsgesellschaft mit der höchstmöglichen Zertifizierung als interdisziplinäres Zentrum für drei Jahre ausgezeichnet worden war.
