Wilhelmshaven
Am 1. September gehen die ehemaligen fünf Standorte der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven unter neuen organisatorischen Vorzeichen an den Start: Die künftigen selbstständigen Einheiten sind Emden/Leer und Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth.Dass sich in der Vergangenheit die im Jahr 2000 zwangsfusionierte Hochschule nicht auf einen gemeinsamen prägnanten Namen an Stelle des Wortungetüms verständigen konnte, galt vielen auch als Indiz für mangelndes Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Kurzform OOW wurde dabei mitunter schon mitleidsvoll betont ausgesprochen.
Umso wichtiger schien es deshalb, einen Begriff zu finden, der sich identitätsbildend auswirken und als Markenname durchsetzen kann. Während man im Ostfriesischen die Qual der Wahl zwischen den Namensfavoriten „Nordsee-Hochschule Emden/Leer“ und „Hochschule Ostfriesland“ durch einen Beschluss des zu wählenden Senats beenden will, zeigen entlang der Nord-SüdAchse Wilhelmshaven/Oldenburg die Zeichen auf Jade-Weser-Hochschule, verbunden mit nachgestellten Standortnamen, die je nach Bezug im Schriftbild einzeln hervorgehoben werden könnten.
Positives Signal
Vorausgegangen war ein Ideenwettbewerb unter den Hochschulangehörigen einschließlich der Studierenden aller Studienorte, zu dem das Präsidium aufgerufen hatte. Berücksichtigt werden sollte dabei nicht nur, dass sich die Hochschulangehörigen mit ihrem neuen Namen identifizieren, sondern auch, dass Studieninteressierte, Wirtschafts- und Wissenschaftspartner sowie die Öffentlichkeit durch einen starken Namen positiv angesprochen werden.Im Ergebnis kam es zu einer recht klaren Entscheidung (über ein Drittel aller Vorschläge) für Jade-Weser-Hochschule, befand nach Abschluss des Ideenwettbewerbs das Präsidium. Der Verzicht auf den Zusatz „Fach“ folge internationalen Gepflogenheiten und sei bundesweit schon vielfach vollzogen.
Hochschulintern gebe es zur Namensgebung ein großes Einvernehmen, erklärte Prof. Dr. Uwe Weithöner, Vizepräsident in Wilhelmshaven.
Der Name sei am ehesten geeignet, alle drei Standorte regional miteinander zu verbinden: Oldenburg an der Quelle der Jade, Elsfleth an der Weser und Wilhelmshaven am Jadebusen. Die Bezeichnung Jade-Weser wirke schon weit über die Region hinaus, nicht zuletzt durch den JadeWeserPort.
Ministerium stimmt zu
Im zuständigen Ministerium in Hannover sei der Name ebenfalls für gut befunden worden. Die entsprechende Beschlussfassung soll dann dem zukünftigen Präsidium bzw. Senat obliegen.
