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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

WIRTSCHAFTSVERBAND: Ohne Gegenstimmen & hanseatisch cool

05.06.2008

Mehr Mitglieder, stabile Beitragslage, rosige Aussichten. Der Allgemeine Wirtschaftsverband Wilhelmshaven-Friesland ist mit der Welt zufrieden – und will seine Kräfte sinnvoll einsetzen.

von norbert czyz

Wilhelmshaven Politikerschelte wegen steigender Sozialversicherungsbeiträge, wegen der Rentendiskussion und vor allem der Mindestlohnforderung, die – so Martin Steinbrecher, der alte und neue Präsident des Allgemeinen Wirtschaftsverbandes (AWV) Wilhelmshaven-Friesland – zu niedrig angesetzt nichts bringe, zu hoch einer staatlichen Lohnrunde gleichkomme und als Mittelwert nicht zu gebrauchen sei. Lob an die Landesregierung, weil sie „die Vorhaben am tiefen Fahrwasser nach Kräften unterstützt“ und Beifall in Richtung Naturschützer, weil sie die Mauer zum Schutz der Rohrdommel und anderer geschützter Vögel als Unsinn ablehnen.

Es war das sonst bei Hanseaten so geschätzte Understatement gepaart mit Selbstbewusstsein, mit dem Martin Steinbrecher am Dienstag in der Halle des Wilhelmshavener Segelclubs seinen Jahresbericht vortrug, ganz im Wissen darum, dass, was die wirtschaftliche Prosperität im Nordwesten anbelangt, künftig gilt: „Hier wird die Musik gespielt – in Wilhelmshaven.“ Wir sind „das Tor, der Hafen in die globale Welt.“

Kein Gejammer, dass der Wegzug von WTF und der Metallarbeitgeber die Basis für die Idee „Haus der Wirtschaft“ in Frage stellt. Geschäftsführer Lutz Bauermeister hält es gar für möglich, dass man mit einer auszuhandelnden Beitragserhöhung künftig alleine klar kommt. Wenn die Tendenz steigender Mitgliedszahlen anhält (mit derzeit 267 auf Rekordhöhe) und sogar die Unternehmensgründer am Verband „kleben“ bleiben, wie sich Bauermeister ausdrückte, dann scheint das nicht unrealistisch. Und selbst die Kultur an der Jade geht rosigen Zeiten entgegen, wenn denn Fakt wird, was Bauermeister ankündigte: Die „Kriegskasse“ von Nordwestmetall verbleibt in Wilhelmshaven und wird der schwachbrüstigen „Stiftung Kulturkreis Wilhelmshaven-Friesland“ zugestiftet, was deren Vermögen „vertausendfachen“ soll. Dieser Coup soll am 15. August auf Schloss Gödens gefeiert werden.

Es gab auch dringliche Appelle: Martin Steinbrecher, der zum Abschluss seiner Rede um das Vertrauen für weitere zwei Jahre bat, forderte Gebietskörperschaften und Institutionen auf, größere Einheiten zu schaffen und auch die Mitglieder, Kräfte im Umgang miteinander zu schonen. Auch vergaß er nicht, den Tourismus als wichtigsten Arbeitgeber in Niedersachens zu erwähnen.

Die Neuwahlen verliefen dann ohne jede Überraschung: Ohne Gegenstimme wurden Martin Steinbrecher als Präsident sowie Ronald Brandes und Dr. Stephan Kolschen als Vizepräsidenten bestätigt; wiedergewählt wurde der zehnköpfige Vorstand en bloc. ebenso der 28-köpfige Beirat, dem neuerdings Helmut Loerts-Sabin (Brune-Mettcker-Druck- und Verlags GmbH, Wittmund), Dr. Peter Prinz (Ineos), Joachim Ristau (Arche AG), Prof. Dr. Heiko Schirrmacher (FTWV) und Theodor Wagner (Leder Hase) angehören.

Traditionell wurde am Ende der Veranstaltung der mit 2500 Euro dotierte Hans-Bretschneider-Preise vergaben, diesmal an den 39-jährigen Kai Volmer, der bei der Neuen Jadewerft GmbH eine Umschulung zur Fachkraft für Lagerlogistik als bester seines Jahrganges beendete.

Die Laudatio hielt Prof. Alwin Burgholte, beim AWV für Ausbildungs zuständig – der Volmers „Motivation“ lobte und gleichzeitig die Defizite im deutschen Bildungswesen kritisierte. Anschließend ging es bei leichtem Nieselregen auf die „Jadeperle“. Das kurze Gewitter war da schon vorübergezogen.

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