Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

PILOTPROJEKT Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz

Wilhelmshaven

/zy

Seit 9. Oktober diesen Jahres befinden sich 26 zuvor arbeitslose Männer und eine Frau aus der Region Wilhelmshaven/Friesland in einer Umschulung zur Produktionsfachkraft Chemie.

Es ist, wie Frank-Peter Schild vom Arbeitgeberverband der chemischen Industrie Niedersachsen, in seinem Verband auch für Aus- und Forbildung zuständig, gestern im Haus der Agentur für Arbeit mitteilte, ein Pilotprojekt, das gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit konzipiert wurde.

Hintergrund der Maßnahme ist, wie Schild und Hendrik Schulz-Kattenhorn, Fachleiter Arbeitgebermanagement bei der Bundesagentur für Arbeit, darlegten, die Schwierigkeit der Chemie-Industrie, derzeit auf dem Arbeitsmarkt Ersatz für ausscheidende Arbeitskräfte zu bekommen.

Für Schulz-Kattenhorn ist es aber auch ein Signal für die ernsthafen Planungen der Firma Ineos, im Voslapper Groden Investitionen zu tätigen.

So hätte gestern auch der Chef von Ineos in Wilhelmshaven, Dr. Carl Vercauteren, an der Vorstellung des Pilotprojektes teilnehmen sollen. Er war aber kurzfristig verhindert.

Die Aussichten der 27 zuvor Arbeitslosen, darunter eine Frau, nach dem erfolgreichen Abschluss der Umschulung zum neuen Berufsbild der Produktionsfachkraft Chemie einen sicheren Arbeitsplatz zu finden, seien gut, betonten sowohl Schild als auch Schulz-Kattenhorn. Zwar gebe es keine konkreten Versprechungen der sieben Unternehmen, die für die Ausbildung Praktikumssplätze zur Verfügung stellen – bei Ineos allein sind es 18 – die Umschüler später auch einzustellen.


Aber Schild und Schulz-Kattenhorn gehen davon aus, dass allein der Ersatz für ausscheidende Arbeitskräfte so groß ist, so dass die Chancen der 27 auf einen langfristig gesicherten Arbeitsplatz gut sind. Der auch zudem noch gut bezahlt wird: Mit Zulagen käme eine Produktionsfachkraft auf „weit über 2000 Euro“ im Monat, sagte Frank-Peter Schild.

Wie Schulz-Kattenhorn darlegte, sind die 27 Teilnehmer an der Umschulung zum seit 2005 existierenden Beruf Produktionsfachkraft Chemie aus einem Interessentenkreis von 300 herausgefiltert worden. Sie wurden praktisch auf Herz und Nieren untersucht und mussten die Bereitschaft erkennen lassen, Schichtdienst zu leisten.

Ausdrücklich hätten die Arbeitgeber ein breites Altersspektrum für die Umschüler gewünscht um zu vermeiden, dass zu viele gleichzeitig aus Altersgründen ausscheiden.

Betreut wird die Umschulung, die in den Betrieben, bei Ineos, beim Bildungswerk der Chemischen Industrie in Norddeutschland (BCI) und einem Labor in Berlin stattfindet, vom BCI.Die Umschulung zur Produktionsfachkraft Chemie dauert 16 Monate. Sie beinhaltet Theorie, Praxis und Laborausbildung.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Kleine Kinder haben Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Stillen. In Oldenburg wollen Hebammen Unterrichtsstunden zu diesen Themen in den vierten Klassen geben.

PILOTPROJEKT IN OLDENBURG Schwangerschaft, Geburt und Stillen – Was Grundschüler bei Hebammen lernen

Anja Biewald
Oldenburg
Analyse
Bundeskanzler Olaf Scholz besucht den Katholikentag in Erfurt

SPD-WAHLKAMPF ZUR EUROPA-WAHL Zieht der Kanzler im Osten?

Kerstin Münstermann Büro Berlin
Delitzsch
Blick in die Räucherkammer bei Aal Bruns in Kayhauserfeld: Marco Pawlik ist mit der Qualität zufrieden.

DELIKATESSE NACH ÜBERLIEFERTER REZEPTUR Woher kommt der Zwischenahner Aal?

Kerstin Schumann
Kayhauserfeld
Der Bergpark Wilhelmshöhe: Hier befinden sich etliche Sehenswürdigkeiten.

NWZ-REISETIPPS: ABSTECHER NACH ... KASSEL Entspannte Stunden in historischen Parks

Kerstin Schumann
Kassel
Vor etwa einem Jahr eröffnete der Pflegedienst Paul-Lina seinen neuen Hauptsitz in Wittmund. Wegen eines Insolvenzverfahrens musste der Pflegedienst seinen Betrieb aufgeben.

STANDORTE IN WITTMUND UND EMDEN Insolvenz bei Pflegedienst Paul-Lina – So geht es für die Kunden weiter

Kim-Christin Hibbeler
Wittmund