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„echoes“ im Pumpwerk Wilhelmshaven „Die Pink-Floyd-Originale wären stolz“

Wolfgang A. Niemann
Ein letztes Mal: „the echoes“ begeisterte im Pumpwerk.

Ein letztes Mal: „the echoes“ begeisterte im Pumpwerk.

Wolfgang A. Niemann

Wilhelmshaven - Dieser erneute Auftritt der Pink Floyd-Coverband „echoes“ am Freitag im Wilhelmshavener Pumpwerk wird in die Annalen eingehen.

Nach 21 Jahren war es das letzte Konzert der Band in dieser Besetzung und noch einmal unterstrichen sie, warum sie als die Besten dieser Zunft galten. Da riss es das Publikum im schon lange ausverkauften Saal zum Schluss bis zum letzten Zuhörer von den Sitzen und selbst als mit dem mitreißenden „Run like Hell“ die letzte Zugabe verklungen war, hielt der frenetische Beifall noch minutenlang an.

Dabei waren Oliver Hartmann und seine Mitstreiter ganz dezent eingestiegen, indem sie beim Schein von Kerzenkandelabern „Shine on you crazy Diamond“ mit dem Klang einleiteten, den das Fingerdrehen auf halb gefüllten Weingläsern erzeugt. Und spätestens beim gravitätischen „Happiest Day of our Lives“ übte Christian Welker als Gastmusiker mit verschiedenen Saxofonen eine markante Nuance aus.

Sensationelle neue Hörerlebnisse

Und weil dies die Akustikversion ihrer Pink-Floyd-Show unter dem Titel „Barefoot to the Moon“ war, erklang jeder Song entsprechend umarrangiert und eröffnete sensationelle neue Hörerlebnisse der komplexen Songs. Für den gewohnten elektrischen Bombast kamen nun als Ersatz für Keyboard-Kaskaden vier tschechische Streicherinnen auf die Bühne und unterlegten mit zwei Celli und zwei Violinen als erstes das majestätische „Welcome to the Machine“ mit seinen stampfenden Rhythmen.

Hatte Sängerin Ilka Müller bei „High Hopes“ noch die Divison-Bell angeschlagen, legte sie beim schrägen „Great Gig in the Sky“ ein solch gekonnt exaltiertes Gesangssolo vor, dass es Sonderapplaus gab. Dem folgte einer der größten Höhepunkte des ohnehin sensationellen Konzerts, das Bassist Martin Hoffmann eher verhalten mit Teil 1 von „Another Brick in the Wall“ einleitete.


Bevor dann bei Teil 2 das volle Potenzial dieses genialen Welthits ohne radiokonforme Limits ausgelotet wurde. Doch es gab nicht nur akustisch-konzertanten Bombast, sondern mittendrin eine filigrane Soloeinlage mit Tastenzauberer Paul Ahrens, der nur begleitet von den Streicherinnen „Nobody Home“ als eine geradezu zu Herzen gehende Ballade interpretierte.

Querflöte sorgte für Gänsehaut

Und schließlich kündigte Sänger Oliver Hartmann „eines der schönsten Lieder von Pink Floyd“ an und das setzte sehr atmosphärisch getragen ein: „Comfortably numb“. Was für ein krönender Abschluss des faszinierenden Reigens, wo Christian Welker nun auf der Querflöte für Gänsehaut-Effekte sorgte und Hartmann ein grandioses Solo auf der Gitarre präsentierte.

Auf diese Coverversionen ihrer universalen Werke in dieser Akustikversion wären wohl selbst die Pink Floyd-Originale stolz gewesen. Hier im Pumpwerk aber hielt es niemanden mehr auf den Sitzen und der erste Dank des ungemein spielfreudigen Ensembles für die stehenden Ovationen war ein hardrockiges „Money“. Und das Publikum blieb dabei weiter nicht nur stehen, sondern bewegte sich zu den Rhythmen, bis nach „Run like Hell“ wirklich endgültig Schluss war.

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