Wilhelmshaven - Aziz Elgart hat sich mächtig ins Zeug gelegt. In kürzester Zeit hat der StreetArt-Künstler das Pink-Floyd-Bild an die Wand des Hauses am ehemaligen C&A-Gelände an der Virchowstraße gezaubert. In Wilhelmshaven ist das Wandbild am Rande des „Ehrenwortplatzes“ längst beliebtes Fotomotiv – und selbst bis nach Großbritannien hat sich das Werk herumgesprochen. Mit seinen 100 Quadratmetern könnte es gar das weltgrößte Pink-Floyd-Wandbild sein.
Fehlt nur noch eine angemessene Einweihung. Und diese soll am Mittwoch, 20. September, direkt vor dem Kunstwerk stattfinden – mit einem Auftritt der Rostocker Coverband „Who’s Pink“ ab 19 Uhr. Die Veranstaltung selbst beginnt bereits um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.
„Wir haben die Veranstaltung zusammen mit der Pumpwerk-Gastronomie relativ kurzfristig auf die Beine gestellt“, sagt Reent Fröhlich von der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH. So wird die Einweihung zugleich krönender Abschluss der Reihe „Mittwochs am Pumpwerk“.
Pink-Floyd-Mitbegründer gab grünes Licht für Wandbild
Mit dem Wandbild hat sich Elgart einmal mehr im Stadtbild verewigt. Der Künstler kommt ursprünglich aus Marokko, studierte in Frankreich Kunst und erhielt die Ehrenmedaille der Europäischen Akademie für Kultur, Kunst und Philosophie in Frankreich. Das StreetArt-Festival verschlug ihn nach Wilhelmshaven, inzwischen ist die Jadestadt seine neue Heimat.
Aziz Elgart bei der Arbeit.
Mit Pink Floyd hat sich Elgart zuvor aber gar nicht beschäftigt, inzwischen hört er nach eigenen Aussagen aber selbst die Musik. Die Vorlage für das Motiv lieferte Aubrey Powell, der im Jahr 1967 zusammen mit Storm Thorgerson die britische Grafikschmiede „Hipgnosis“ gründete, die sich für etliche weltberühmte Plattencover verantwortlich zeichnete. Eine Auswahl der Cover war im Jahr 2019 im Küstenmuseum zu sehen. Seither stehen Powell und Michael Diers, Geschäftsführer der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH, in engerem Kontakt. Die Gestaltung des neuen Wandbildes sei ein Ergebnis dieses Austauschs, so der WTF-Chef.
Dabei war das Bild eigens bestimmt für die Biografie von Nick Mason, Schlagzeuger und Gründungsmitglied von Pink Floyd. Über Powell gab Mason sogar persönlich grünes Licht für das Wandbild. Fest steht indes, dass Powell nicht zur Einweihung kommen wird, um persönlich seinen Namen unter das Wandbild zu schreiben. Diers hatte den Besuch im Vorfeld in Aussicht gestellt – ohne aber sein Ehrenwort zu geben. „Im November ist er ohnehin in Deutschland und will dann versuchen, nach Wilhelmshaven zu kommen“, sagt der WTF-Chef.
