Wilhelmshaven - Für das Thema Brustkrebs zu sensibilisieren, vor allem für die Vorsorge, ins Gespräch zu kommen und Netzwerke auszubauen – das alles haben sich die Organisatorinnen der Veranstaltungen zum Brustkrebsmonat Oktober, dem „Pinktober“, auf die Fahnen geschrieben. Am Ende fällt die Bilanz positiv aus.
Gemeinsam mit Dagmar Gregorius (Überseeschwestern e.V.) und Birgitt Kampen-Neumann von Mammographie-Screening Niedersachsen-Nordwest (MSNN) hatte Wilhelmshavens Gleichstellungsbeauftragte Nicole Biela erneut ein buntes Veranstaltungsprogramm rund um das Thema Brustkrebs zusammengestellt. Informations- und Vortragsabende gehörten ebenso dazu wie der finale Markt der Möglichkeiten im UCI-Kino, wo parallel der Film „Im Himmel trägt man hohe Schuhe“ gezeigt wurde. Diese kombinierte Abschlussveranstaltung sei ganz besonders emotional gewesen, erzählt Biela. Insbesondere der Film, der die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Freundinnen erzählt, von denen die eine an Brustkrebs erkrankt und daran stirbt, habe auch sie selbst sehr berührt.
Für den „Pinktober“ hatte sich die Organisatorinnen verschiedene Unterstützer mit ins Boot geholt, darunter die „Küsten Pinkies“ und das Modehaus Leffers. Letzteres unterstützte die Aktion zum Beispiel damit, für jedem im Oktober verkauften BH einen Euro zu spenden. Am Ende kamen 600 Euro zusammen. Zwar seien nicht tatsächlich 600 dieser Wäschestücke verkauft worden, sagt Sascha Novicic, gemeinsam mit Daniela Leffers Geschäftsführer des Unternehmens, aber „wir haben den Betrag dann aufgerundet“.
Man beteilige sich aus Überzeugung an dem „Pinktober“, so Novicic. „Das Thema Brustkrebs ist ein sehr emotionales. Niemand möchte sich eigentlich gerne damit beschäftigen oder erst dann, wenn es eine direkte Betroffenheit gibt. Dann kann es aber zu spät sein. Umso wichtiger ist es, mit einer so guten und sympathischen Aktion Öffentlichkeit und damit auch Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.“
Die 600 Euro gehen an die Sozialberatung des Tumorzentrums Nordwest-Niedersachsen, und das aus zwei zentralen Gründen, wie Biela erklärt. „Es ist uns wichtig, dass wir Institutionen vor Ort stärken. Außerdem spielt gerade die fachkundige Beratung eine wichtige Rolle bei der Prävention, aber auch im Falle einer Erkrankung. Viele Betroffene wissen zum Beispiel gar nicht, was sie für gesetzliche Ansprüche haben und benötigen da kompetente Unterstützung.“ Anträge zu stellen oder unzählige Formulare auszufüllen sei ungleich schwieriger, wenn man krank sei und emotional unter einer ganz anderen Belastung stehe, ergänzt Dr. Gernot Hecht (MSNN).
Um stetig am Ball zu bleiben, werde auch für 2024 ein Programm im Brustkrebsmonat vorbereitet. „Pinktober 3.0 ist in der Pipeline“, kündigt die Gleichstellungsbeauftragte an. Und Leffers, so versichert der Geschäftsführer, ist ebenfalls wieder mit dabei.
