Wilhelmshaven - Der FDP-Kreisvorsitzende Michael von Teichman spricht sich in einer Pressemitteilung einmal mehr dafür aus, die Wilhelmshavener Wochenmärkte an die Marktgilde abzugeben. Bedenken der Marktbeschicker mit Blick auf eine Privatisierung ließen sich schnell ausräumen. „Wir hoffen auf mehr Mut bei den Skeptikern, jetzt sollte man mit der Marktgilde Kontakt aufnehmen, sie zu Vorort-Gesprächen einladen und die Chancen für Wilhelmshaven ausloten,“ schreibt von Teichman in einer Pressemitteilung.
Hintergrund seiner Stellungnahme ist ein Austauschgespräch mit Oberbürgermeister Carsten Feist, in dem die Marktbeschicker große Sorgen im Bezug auf die mögliche Privatisierung äußerten. Diese Ängste seien aber vollkommen unbegründet, sagt von Teichman: Zum einen sei ein ständiger Rückgang bei den Angeboten zu verzeichnen, an manchen Standorten gäbe es zeitweilig nur drei Stände. Damit seien die Plätze Altengroden, Bismarckplatz, Voslapp und Börsenplatz mittel- bis langfristig in ihrer Existenz gefährdet. Die Kommune kassiere im Jahr gut 125.000 Euro von den Marktbeschickern, eine wesentliche Gegenleistung sei dafür nicht erkennbar. „Die Marktgilde hingegen wird mit ihren weitgespannten Kontakten für einen Aufschwung sorgen, mit Aktionen das Publikum anziehen und mit ihrem digitalen Angebot auch jüngere Käufergruppen ansprechen“, ist von Teichman überzeugt. An über 130 Standorten betreue die Marktgilde 250 Märkte, das spreche doch für sich.
Die Marktbeschicker sehen das vollkommen anders, befürchten vor allem steigende Standgebühren. Das wurde in der Gesprächsrunde mit dem Oberbürgermeister deutlich. Ob im Falle einer Privatisierung die Marktgilde den Zuschlag bekommt, stehe ebenso wenig fest wie die Frage, ob es überhaupt zur Privatisierung kommen wird, sagte Feist. Sollte es dazu kommen, wäre zunächst eine Ausschreibung notwendig.
