Wilhelmshaven - Die Adventszeit ist die Zeit der Basare und Märkte, für die im Vorfeld fleißig gehandarbeitet, gebastelt oder gebacken wurde, und die oft Anlass für ein leckeres Heißgetränk mit Nachbarn und Freunden ist.

Im Gemeindehaus der Christus- und Garnisonkirche war Basar der Handarbeitsgruppe „Flotte Nadeln“. „Uns gibt es schon lange. Wir haben eine große Stammkundschaft“, sagte Gruppenleiterin Monika Grosch. „Der Renner sind gestrickte Socken. Die Leute rufen vorher an und fragen wegen ihrer Sockengröße.“ Seit 2022 kamen Filzpuschen hinzu, „wegen der Energiekrise“, meinte Rainer Grosch, der als „Quotenmann“ unter anderem seine kunstvollen Glückwunschkarten zeigte.

Beständig wächst der Basar der Malteser in „Klein Malta“ an der Freiligrathstraße. 15 Stände finden sich mittlerweile in der früheren St. Michael-Kirche. „Neu sind dieses Jahr ein Töpfer- und ein Makrameestand, zwei neue Stände im ehemaligen Mittelgang sowie die Bude einer Imkerei vor dem Gebäude. Die Leute haben sich auf unseren Basar gefreut, weil die Stimmung so toll ist“, berichtete Ausrichterin Ann-Kathrin Wessel-Ellermann. Töpfer Jürgen Popken aus Jever, der erstmals ausstellte, malt und modelliert auch mit Fimo. „Ton hat aber eine schönere Haptik“, meinte er. Seine Ehefrau Carola Streller-Popken bestickt „alles, was geht, Sterne, Zuckerstangenmännchen oder Karten“. „Es macht Spaß, wenn die Leute es sehen, es ihnen gefällt und wir die Materialkosten wieder reinkriegen“, so Popken. Im alten Gemeindehaus gab es den Stand von „United for Rescue“, einem ökumenischen Projekt von Friedenskirche Fedderwardergroden und St. Willehad, das bereits 6.000 Euro für die Rettung Geflüchteter im Mittelmeer sammeln konnte.

Beim ersten Weihnachtsmarkt in Fedderwarden war der Erlös als Spende an die Freiwillige Feuerwehr zur Pflanzung eines Weihnachtsbaums gedacht. Nach Aussage von Annika Bernhardt entstand der Markt „aus einer Bierlaune heraus“. Ihre Mitstreiterin Manuela Wenzlaff dankte Jan-Günter und Kathrin Klöver, die den Platz bei ihrem Haus zur Verfügung stellten. Mit ihrem Ehemann Frank Wenzlaff spendierte sie die Süßigkeiten, die der Weihnachtsmann verteilte. Zu den Organisatoren zählten ferner Conny und André Athen. „Es wird hervorragend angenommen, August Desenz spielt seine Drehorgel, es gibt Kuchen, der gespendet wurde, und Getränke, wir basteln und spielen mit Kindern, die Jugendfeuerwehr backt Stockbrot, es gibt Erbsensuppe, Gegrilltes und Kunsthandwerk“, zählte Manuela Wenzlaff auf.

Steckerfest hatte die ausrichtende Freiwillige Feuerwehr Sengwarden ihren Adventsmarkt beim Dörphuus genannt. „Wir haben damit offiziell die Beleuchtung der Dorflinde angestellt“, erläuterte Georg Janßen, Alterskamerad und Schriftwart. „Wir haben einen richtig schönen Winterabend erwischt. Die Kälte sollte mit entsprechenden Getränken bekämpft werden. Trinken Sie auf Vorrat, um gut durch den ersten Advent zu kommen“, riet Georg Janßen in seiner Eröffnungsrede augenzwinkernd. Die große Tombola der AWO mit Doris Tjarks legte er den Gästen sehr ans Herz und wünschte eine glückliche Hand. Eigentlich sei sie für Sonntag, enthielt aber so viele Preise, dass schon am Vorabend begonnen wurde. Grundschulkinder unter Leitung von Rektorin Ute Schürmann sangen und sagten ein Gedicht auf. Gesa Namken buk mit Kindern Stockbrot. Der Weihnachtsmann zog auch hier seine Runde. Neben Kulinarischem wurden Geschenke angeboten: Nicole Wellnitz, Marijke Wyrwoll und Jutta Galts aus der Ostpreußenstraße hatten drei Wochen zuvor begonnen, Plätzchen und Likör zu produzieren.