Wilhelmshaven - Das türkische Restaurant „Gülüm“ ist am Mittwoch ausgebrannt. Die Feuerwehr wurde gegen 13.30 Uhr alarmiert. Als sich der Löschzug der Stadt dem brennenden Haus näherte, war der Qualm schon von weitem zu sehen. Die Einsatzkräfte mussten sich gewaltsam Zutritt zu dem verschlossenen Gebäude verschaffen.
Im Inneren rief ein Mann um Hilfe. Er wurde von den Feuerwehrmännern aus dem Restaurant gerettet und später mit Brandverletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Lübeck gebracht.
Das Restaurant ist im Untergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Ecke Gökerstraße/Lilienburgstraße beheimatet. Die Bewohner der darüber liegenden Wohnungen wurden vorübergehend evakuiert. Eine Frau ist vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden. Außerdem hat die Feuerwehr nach Angaben von Einsatzleiter Marc Albers eine Katze in Sicherheit gebracht.
Kurz nachdem das Feuer ausgebrochen war, überschlugen sich die Nutzer sozialer Netzwerke im Internet mit der Verbreitung von Gerüchten über den Brand. Die Rede war unter anderem von Brandstiftung sowie von zwei Toten und sechs Verletzten.
Diese Spekulationen erwiesen sich glücklicherweise als falsch. Auch der laut gewordene Verdacht auf einen politisch motivierten Anschlag auf das Restaurant wurde von den Einsatzkräften nicht bestätigt.
Zur Brandursache konnte die Polizei noch keine Auskunft geben. Auch die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt, da das Restaurant noch nicht betreten werden konnte.
Das Restaurant ist nach Angaben von Albers durch das Feuer völlig zerstört worden. Die Wohnungen in dem Haus seien jedoch nicht beeinträchtigt. An dem etwa zweistündigen Einsatz waren neben der Berufsfeuerwehr die Ortswehren aus Heppens, Rüstringen, Bant, Sengwarden und Fedderwarden beteiligt. Die Gökerstraße musste während des Einsatzes für den Verkehr gesperrt werden.
