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SEMINAR Wie Herrchen und Hund sich besser verstehen

Von Inga Hellwig

Wilhelmshaven

Wer stressfrei mit einem Hund zusammenleben will, sollte zwei Komponenten einer „Fremdsprache“ lernen: Ein guter „Leitmensch“ liest und spricht fließend „hundisch“. Ruhe, Konsequenz, eine klare Chefposition, das Wissen um rassetypische Eigenschaften und nicht zuletzt Liebe, die durch den Magen geht, sind weitere Zutaten, um am Ende in einer zufriedenen Mensch-Hund-Beziehung zu leben.

Wie die nonverbale Interaktion mit Hunden funktioniert und wie man Gestik, Mimik und Körperhaltung bei Hunden deutet, erläuterte der Hundetrainer Eric Jonas in einem Seminar zum Thema „Kommunikation mit dem Hund – Wie sie ihren Hund besser verstehen“ im Vereinshaus des Beagle-Clubs in der Helderei.

Wie eine Rangordnung aussieht, in der der Mensch das Sagen hat und dass Wedeln bei weitem nicht immer freundlich, Hinlegen nicht immer unterwürfig und Bellen nichts anderes ist, als der Hilferuf an die anderen „Rudelmitglieder“, verdeutlichte er anhand von zahlreichen Beispielen.

Sie stammten aus der täglichen Arbeit mit Hundebesitzern in dem von Eric Jonas angebotenen Hundeeinzeltraining „Mobile Dog Training and Assistance“. In einer spannenden Diskussion wurde gemeinsam die Körpersprache der gezeigten Situationen entschlüsselt. Das größte Missverständnis in der Kommunikation mit einem Hund – so Jonas – ist die menschliche Sprache.

Denn unsere besten Freunde verstehen keine Worte – sie sind bestenfalls dazu in der Lage, Wortlauten eine bestimmte erwünschte Verhaltensweise zuzuordnen. „Hunde“, verdeutlichte der Hundeausbilder dem kleinen Kreis interessierter Zuhörer „verständigen sich hauptsächlich durch eine eindeutige und konsequent durchgesetzte Körpersprache.

Und genau hier, in einer eigenen eindeutigen und unmissverständlichen Körpersprache, im Zusammenspiel mit der eigenen Ausstrahlung natürlicher Autorität als Führungsperson, die den Hund davon entbindet, Entscheidungen treffen zu müssen, liegt der Schlüssel, um Problemverhalten zu verändern“.


Auch wenn dieses „hundisch“ sprechen in der Praxis erheblich schwieriger sei, als in der Theorie, so Jonas – es lohne sich, sich darauf einzulassen, denn das Ziel, sei ein harmonischer Weg mit dem Hund – ein Leben lang.

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