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Siegerin steht vor Ladenschluss fest

STEPHAN GIESERS

Wilhelmshaven

Vor-Castings, hartes Training bis in die Nacht, den richtigen Gang und Posen lernen – und sogar Labskaus gegessen haben sie für den jadestädtischen Weltrekord.

Schönheit hat ihren Preis, sagt der Volksmund. Die Teilnehmerinnen des „Wilhelmshaven Model Contest 2006“ in der Nordseepassage haben ihn gezahlt. Mehr als 100 junge Frauen aus ganz Deutschland hatten sich beworben, drei Wochen lang wurde ausgewählt.

12 Frauen aus Norddeutschland schafften es dabei ins Finale. Am Sonnabend kämpften sie um den ersten Platz und den Hauptgewinn: Ein Foto-Shooting und die Aufnahme in die Karteien der Model-Agentur „m4 Models“ und der Modenschauagentur „Fashion Time“. Auch fünf Wilhelmshavenerinnen durften der Jury ein letztes Mal beweisen, was in ihnen steckt.

Und das Ergebnis fiel ganz knapp aus. Fast so knapp wie der Platz vor dem Laufsteg, an dem sich die Laufkundschaft und Mütter mit Kinderwagen vorbeizwängten. Noch vor Ladenschluss stand die Siegerin fest: Pinar Emre aus Delmenhorst holte den Titel „Wilhelmshaven Model 2006“. Platz zwei ging an die Hamburgerin Antonia Grygorczuk; Lynn-Charis Schilling aus Wiesmoor wurde dritte. Die Wilhelmshavenerin Tara Thiam – lange Zeit eine der Favoritinnen – freute sich über Platz 4 und somit über eine Spanienreise. Ihre Schwester Diana Thiam wurde sechste.

Der Weg aufs Treppchen führte ein letztes Mal über den kleinen Laufsteg zwischen Apotheke, Teeladen und Modegeschäft. Die Teilnehmerinnen mussten ihre erste Modenschau mit drei Durchgängen bewältigen. Nicht nur Viva-Moderatorin Gülcan Karahanci, die durch die Show führte, war gespannt wie ein Flitzebogen: „Flitz, flitz. Hallöchen. Da bin ich wieder“, begrüßte sie das wartende Publikum mittags zum zweiten Show-Block: Die Wäschedurchgänge standen auf dem Programm. Gülcan quasselte und kicherte, ohne Atem zu holen und verkündete Angebote des Einzelhandels wie in einer Teleshopping-Sendung. Urlauber machten am Rande des Laufstegs Schnappschüsse für ihr Familienalbum.

Die Nachwuchsmodels ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen und liefen schon fast routiniert in Dreiergruppen über den Laufsteg, um Wäsche zu präsentieren – ganz unschuldig mit Engelsflügeln auf ihren Rücken. Sabine Repas, Model-Trainerin von „Fashion Time“, war stolz auf ihre jungen Damen: „Hier geht es nicht um nackte Haut, sondern um das Präsentierten der Kollektionen. Das ist ein Job wie jeder andere auch“, erklärte sie. Und ihren Job haben die Teilnehmerinnen mutig und gut bewältigt.


Viele von ihnen hatten Freunde und Familie dabei. Die klatschten eifrig und drückten die Daumen. Die Wilhelmshavenerin Uschi Fürst stand auch im Publikum: „Das ist unsere Nachbarin“, erzählte sie stolz und deutete dabei auf Marijana Koch, die in einem schwarzen Morgenmantel an ihrer Nachbarin vorbeilief. „Eine sehr hübsche Nachbarin haben wir.“

Die anderen Finalistinnen sind aber auch hübsch. Das fand zumindest die Jury. Dort hat neben Thoumas Ahonen von der Agentur „m4 Models“ und Klaus-Dieter Floegel von „Fashion Time“ unter anderem auch Michael König vom Promarkt Platz genommen: „Ich achte auf den Gesamteindruck, die Dynamik“, erklärte er. König sponserte einen „superriesen Monsterfernseher als Preis“, erklärt Gülcan. Deshalb dürfe er in der Jury sitzen.

Kurz vor der Siegerehrung hatte dann Sängerin Evelyn ihren großen Aufritt und präsentierte ihr Lied „Der Weg ist Dein Ziel“, die offizielle „Wilhelmshaven Model Contest“-Musik. Wer sich nach dem Auftritt an den Namen der Sängerin erinnern konnte, bekam eine CD geschenkt.

Die Nachwuchs-Models hatten ihr Ziel bereits erreicht: Einmal auf einem Laufsteg stehen. Und die Premiere haben alle Finalistinnen mit Bravour bestanden, wie auch Model-TrainerinTrainerin Repas fand.

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