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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

SPd-Parteitag: Sozialdemokraten stoppen Reform der Ortsvereine

26.04.2010

WILHELMSHAVEN „Die SPD muss sich dringend neu formieren“, appellierte Helmut Stumm am Sonnabend an die Genossen seiner Partei. Die SPD Wilhelmshaven hatte sich zum außerordentlichen Kreisparteitag versammelt – u. a. um einen neuen Kreisverbandsvorsitzenden zu wählen. Zuvor wollte der alte aber noch einmal Werbung für „sein“ Projekt machen, die Fusion der Ortsvereine.

Stumm war erst vor 13 Monaten zum Vorsitzenden gewählt worden und gab sein Amt aus beruflichen Gründen jetzt vorzeitig ab. Es sollte sein letztes Plädoyer in Sachen Ortsvereinsreform sein, sagte der Rechtsanwalt am Ende seines ersten und gleichzeitig letzten Jahresberichts. Dass die Genossen nur wenig später die Fusion stoppen würden, wusste er da noch nicht.

Der Ortsverein Heppens hatte den Antrag gestellt und die Mehrheit stimmte ihm zu. Nun bleiben die Ortsvereine Heppens, Altengroden, Neuengroden/Villenviertel/Tonndeich, Fedderwardergroden/Himmelreich/Coldewei, Sengwarden, Rüstersiel und Voslapp auch künftig eigenständig.

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Nur ein Wahlgang nötig

Diese Entscheidung entspricht voll und ganz den Vorstellungen des neuen Kreisverbandsvorsitzenden. Volker Block vom Ortsverein Heppens konnte sich im ersten Wahlgang deutlich gegen seinen Mitbewerber Howard Jacques vom Ortsverein Voslapp durchsetzen.

Wer meine, mit einem „Weiter so“ ginge es mit der Partei nach jahrelanger Talfahrt wieder bergauf, sei auf dem Holzweg, hatte Helmut Stumm noch gewarnt. Das sieht auch sein Nachfolger so. Zwar ist Volker Block kein Verfechter der Strukturreform, verändern möchte er dennoch etwas. Politik, die sich von der Basis nach oben entwickelt, will er machen. „Bei uns in Heppens ist das keine bloße These, sondern es funktioniert“, sagte er. Jeder soll Verantwortung übernehmen, alle sollen zusammenarbeiten. Das ist Blocks Ansatz.

Ihm zur Seite stehen ebenfalls junge Sozialdemokraten. Die 40-jährige türkischstämmige Nurhayat Barkir und der 32-jährige Torsten Frank wurden zu seinen Stellvertretern gewählt. Frank hatte vorgeschlagen, ortsvereinsübergreifende Fachressorts zu gründen, in denen in Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2011 Kompetenzen gebündelt werden können.

In Ulf Schneider wählten die SPD-Mitglieder außerdem den Vorsitzenden der im Februar frisch gegründeten Jungsozialisten (Jusos) in den Vorstand. Der 27-Jährige ist Beisitzer.

Verjüngter Vorstand

Mit der Wahl dieser Kandidaten hat die SPD ein Stück weit das umgesetzt, was sie schon lange fordert – eine Verjüngung. Damit es bei diesem ersten Schritt nicht bleibt, sollen sich die SPD-Ratsmitglieder künftig als Mentoren um ihren politischen Nachwuchs kümmern. Um den jungen Sozialdemokraten auch eine Chance auf Mitarbeit im Stadtrat zu geben, hat der Parteitag einem Antrag der Jusos zugestimmt und will bei der Besetzung der Kandidatenplätze mindestens einen Kandidaten unter 30 Jahre und mindestens zwei unter 40 Jahren auf aussichtsreiche Listenplätze setzen.

Nur am 1. April entstanden sein könne hingegen der Antrag des Ortsvereins F’groden/Himmelreich/Coldewei, vermutete Oberbürgermeister Eberhard Menzel. Der Verein wollte an der Nordseite des Jade-Weser-Ports einen Sandstrand aufschütten lassen. „Das ist Utopie“, sagte Menzel mit Blick auf den erwarteten Schiffsverkehr auf See und den Schwerlastverkehr auf der Landseite.

Als Skandal bezeichnete der OB die Hiobsbotschaft aus Berlin. Der Bund hat Ende der Woche seine Finanzierungszusage für den Streckenausbau Wilhelmshaven-Oldenburg zurückgezogen. „Dass die Hinterlandanbindung gleichzeitig mit dem Hafen fertig wird, hat sich damit als Seifenblase erwiesen“, sagte Menzel.

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