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SPAR Von Krise ist nichts zu spüren

2008 wurden 7,6 Millionen Euro in Erhalt und Modernisierung investiert. Die älteste Wohnungsbaugenossenschaft im Nordwesten sieht sich weiter auf Erfolgskurs.

Von Ulrich Müller-Heinck

Wilhelmshaven

Der Vorstand der Spar & Bau ist mit der Unternehmensentwicklung im vergangenen Jahr „sehr zufrieden“. Von der in anderen Wirtschaftskreisen zu spürenden Krise sei man nicht betroffen. „Das liegt auch in unserer Gesellschaftsform als Genossenschaft begründet, deren Philosphie kurzfristige oder spekulative Überlegungen zuwiderlaufen würden“, unterstrich Vorstandsvorsitzender Peter Hohmann, der am Mittwoch gemeinsam mit Vorstandsmitglied Dieter Wohler die Bilanz für 2008 vorstellte.

Mit 3134 eigenen (zusammen mit betreuten rund 4000) Wohnungen in 594 Häusern sowie 7640 Mitgliedern sei die 1893 gegründete Spar & Bau eG nicht nur ältester, sondern auch nach wie vor größter genossenschaftlicher Wohnungsanbieter im Nordwesten des Landes.

Angesichts eines Eigenkapitals von 39,7 Mio. Euro und eines Jahresüberschusses von 2,3 Mio. Euro, der in ähnlicher Dimension für dieses und nächstes Jahr erwartet wird, könne man der Vertreterversammlung im Juni erneut die Auszahlung einer Dividende von 4 Prozent vorschlagen, sagte Hohmann. Das sind 138 000 Euro auf die 3,5 Mio. Euro Geschäftsguthaben.

Die Bilanzsumme wuchs um knapp 3 auf 65,2 Mio. Euro, die Umsatzerlöse stiegen von 14,8 auf 15,4 Mio. Euro. Die Mitglieder halten 11 643 Geschäftsanteile.

Im Rahmen einer Satzungsänderung hat man zudem die Möglichkeit eröffnet, statt wie bisher 40 maximal 500 Geschäftsanteile zu erwerben. Das trage der Nachfrage Einzelner Rechnung, die ihre Anlagen an sicherem Ort bewahrt wissen wollten. Die allgemeine Vermietungssituation in Wilhelmshaven sei äußerst schlecht: „Tausende Wohnungen stehen leer“, so Hohmann, „wer sich umschaut, weiß auch, warum: Wohnungen, aus denen Eigentümer nur die Erträge herausgeholt haben.“ Die Vermietungsquote bei Spar & Bau spreche dagegen mit 99,5 Prozent eine ganz andere Sprache, nicht zuletzt Folge von 2008 in die Erhaltung und Modernisierung des Bestandes investierten 7,6 Mio. Euro. Rund 300 Arbeitsplätze im heimischen Handwerk hätten als Auftragnehmer davon profitiert.


So sei man zwar vom Trend der stark gestiegenen Umzugswilligkeit nicht verschont geblieben, liege mit einer Fluktuation von 14 Prozent jedoch weit unter den Zahlen des allgemeinen Wohnungsmarkts. Etwa der Hälfte der Umziehenden habe man eine Wohnung im eigenen Bestand vermitteln können, unterstrich Hohmann. Positiv notiert er zudem Zeichen einer Nachfragebelebung durch die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt.

In manchen Neubauprojekten von hochwertigen Eigentumswohnungen oder Reihenhäusern, für die Dieter Wohler als Architekt verantwortlich zeichnete, wurden Einheiten ebenfalls veräußert. Über den Kopf der Bewohner von vermieteten Wohnungen hinweg werde jedoch grundsätzlich nicht verkauft.

Ausschließlich bei Vermietung wird es in dem zwischen Kieler- und Mozartstraße entstehenden 26-Mio-Euro-Paradeprojekt „Wohnen im Parkgarten“ mit seinen 114 Wohnungen höchsten Standards bleiben. Mit der Fertigstellung rechnet man Ende 2011.

2008 wurden 7,6 Millionen Euro in Erhalt und Modernisierung investiert. Die älteste Wohnungsbaugenossenschaft im Nordwesten sieht sich weiter auf Erfolgskurs.

Von Ulrich Müller-Heinck

Wilhelmshaven

Der Vorstand der Spar & Bau ist mit der Unternehmensentwicklung im vergangenen Jahr „sehr zufrieden“. Von der in anderen Wirtschaftskreisen zu spürenden Krise sei man nicht betroffen. „Das liegt auch in unserer Gesellschaftsform als Genossenschaft begründet, deren Philosphie kurzfristige oder spekulative Überlegungen zuwiderlaufen würden“, unterstrich Vorstandsvorsitzender Peter Hohmann, der am Mittwoch gemeinsam mit Vorstandsmitglied Dieter Wohler die Bilanz für 2008 vorstellte.

Mit 3134 eigenen (zusammen mit betreuten rund 4000) Wohnungen in 594 Häusern sowie 7640 Mitgliedern sei die 1893 gegründete Spar & Bau eG nicht nur ältester, sondern auch nach wie vor größter genossenschaftlicher Wohnungsanbieter im Nordwesten des Landes.

Angesichts eines Eigenkapitals von 39,7 Mio. Euro und eines Jahresüberschusses von 2,3 Mio. Euro, der in ähnlicher Dimension für dieses und nächstes Jahr erwartet wird, könne man der Vertreterversammlung im Juni erneut die Auszahlung einer Dividende von 4 Prozent vorschlagen, sagte Hohmann. Das sind 138 000 Euro auf die 3,5 Mio. Euro Geschäftsguthaben.

Die Bilanzsumme wuchs um knapp 3 auf 65,2 Mio. Euro, die Umsatzerlöse stiegen von 14,8 auf 15,4 Mio. Euro. Die Mitglieder halten 11 643 Geschäftsanteile.

Im Rahmen einer Satzungsänderung hat man zudem die Möglichkeit eröffnet, statt wie bisher 40 maximal 500 Geschäftsanteile zu erwerben. Das trage der Nachfrage Einzelner Rechnung, die ihre Anlagen an sicherem Ort bewahrt wissen wollten. Die allgemeine Vermietungssituation in Wilhelmshaven sei äußerst schlecht: „Tausende Wohnungen stehen leer“, so Hohmann, „wer sich umschaut, weiß auch, warum: Wohnungen, aus denen Eigentümer nur die Erträge herausgeholt haben.“ Die Vermietungsquote bei Spar & Bau spreche dagegen mit 99,5 Prozent eine ganz andere Sprache, nicht zuletzt Folge von 2008 in die Erhaltung und Modernisierung des Bestandes investierten 7,6 Mio. Euro. Rund 300 Arbeitsplätze im heimischen Handwerk hätten als Auftragnehmer davon profitiert.

So sei man zwar vom Trend der stark gestiegenen Umzugswilligkeit nicht verschont geblieben, liege mit einer Fluktuation von 14 Prozent jedoch weit unter den Zahlen des allgemeinen Wohnungsmarkts. Etwa der Hälfte der Umziehenden habe man eine Wohnung im eigenen Bestand vermitteln können, unterstrich Hohmann. Positiv notiert er zudem Zeichen einer Nachfragebelebung durch die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt.

In manchen Neubauprojekten von hochwertigen Eigentumswohnungen oder Reihenhäusern, für die Dieter Wohler als Architekt verantwortlich zeichnete, wurden Einheiten ebenfalls veräußert. Über den Kopf der Bewohner von vermieteten Wohnungen hinweg werde jedoch grundsätzlich nicht verkauft.

Ausschließlich bei Vermietung wird es in dem zwischen Kieler- und Mozartstraße entstehenden 26-Mio-Euro-Paradeprojekt „Wohnen im Parkgarten“ mit seinen 114 Wohnungen höchsten Standards bleiben. Mit der Fertigstellung rechnet man Ende 2011.

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