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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Sparen – ohne dass die Lichter ausgehen

06.02.2006

wilhelmshaven Die finanzklamme Stadt Wilhelmshaven will in den nächsten Jahren wegfallende Stellen zunächst nicht wieder besetzen. Um über diese „normalen Sparanstrengungen“ (Stadtbaurat Klaus-Dieter Kottek) hinaus weitere Einsparungen zu erreichen, wurde eine Liste von 30 Handlungsfeldern entwickelt. Vier davon betreffen den Bereich „Straße und Grün“, dessen Werksausschuss sich nun damit auseinander zu setzen hatte.

Ein denkbares Szenario legte der Stadtbaurat dar: Eine wesentliche Einsparung brächte die so genannte Pflegeklasse 1, die für Schmuckanlagen zuständig ist. „Dann bräuchten wir allerdings auch die Gärtnerei nicht mehr“, meinte Kottek. Weil aber dort mit personellen Abgängen erst in 20 Jahren zu rechnen sei, müssten die Beschäftigten an andere Stellen verschoben – und bezahlt – werden.

Problematisch dürfte sein, einerseits einsparen zu wollen, andererseits nicht auf die Schmuckanlagen (das sind insbesondere die jahreszeitlich wechselnden Blumenarrangements etwa beim Adalbertplatz, gegenüber der Nordseepassage am Rand des Friedrich-Wilhelm-Platzes, Nordseestation, Berliner Platz) verzichten zu mögen.

Würde man die Gärtnerei auflösen und die Beschäftigten anderen Arbeitsplätzen zuordnen, käme man maximal auf ein Einsparpotential von 70 000 Euro, legte Fachbereichsleiterin Heike Hansemann dar: „Das heißt dann aber auch: Keine Blume mehr im Stadtgebiet, keine Gärtnereiausbildungsplätze.“

„Einen Fremdeinkauf der Blumen kann man sich abschminken“, kommentierte Kottek eine entsprechende Rechnung, die bei Aufgabe der Gärtnerei sogar noch fast 45 000 Euro Mehrausgaben verursachen würde. Ein Rechenexempel, das die Ausschussmitglieder, die unter Vorsitz von Joachim Ender tagten, gleich abhakten.

Blieb der Verwaltungsvorschlag, künftig die Ausbildungsplätze – nach Auslaufen der aktuellen – wegfallen zu lassen. Das bringe zwar nicht den bereits für dieses Jahr geforderten Einsparungsnachweis von 30 000 Euro, dafür aber ab 2008 eine Summe von 69 000 Euro.

Die Ausbildung von jungen Leuten in diesem Bereich aufzugeben, das wollte man im Ausschuss nicht übers Knie brechen. Andererseits gehe es um die Ausgaben von Steuermitteln der Bürger. Jetzt will man sich in Fraktionen beraten, um dann eine Entscheidung zu treffen.

Darüber, dass in Wilhelmshaven trotz knapper Kassen die Lichter nachts nicht gänzlich ausgehen sollen, war man sich einig. Deshalb stimmte der Ausschuss gegen eine generelle Abschaltung der Straßenlaternen zwischen 1 und 5 Uhr. Allerdings müsse man eventuell über Teilabschaltungen nachdenken und damit von der Ideallinie „so viel Licht wie möglich“ abweichen.

Pro abgeschaltete Stunde errechnet sich immerhin eine Stromkosteneinsparung von 25 000 Euro pro Jahr, die 1 bis 5 Uhr-Variante würde 100 000 Euro ergeben. Dafür sei aber nicht nur mit „Imageschaden“ zu rechnen, wenn „in Wilhelmshaven die Lichter ausgehen“, sondern es gehe auch um Sicherheitsfragen, gerade für ältere Leute, so ein Argument im Ausschuss.

Überdies müssten, so ist es Vorschrift, Laternen, die nachts nicht durchgehend leuchten, mit roten Reflektorringen gekennzeichnet sein; Autos, die darunter parken müssen dann das Standlicht eingeschaltet haben.

Vor Jahren hat es bereits eine solche Reduzierung der nächtlichen Beleuchtung in Wilhelmshaven gegeben, bevor man davon wieder abrückte (die Laternen blieben allerdings gekennzeichnet). Letztlich ähnelten die Einsparversuche bei der Nachtbeleuchtung dem „Kauen auf dem Knochen, um noch etwas herauszusaugen, was eigentlich schon in vergangenen Jahren ausgelaugt sei“, meinte Kottek.

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