Bielefeld - Am Bielefelder Landgericht ist der Prozess-Auftakt wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung gegen die Brüder Albert (59) und Paul Sprehe (57) erneut abgesagt worden. Es gebe Gespräche über die Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Freitag.

Die Geschäftsführer der Sprehe-Feinkostgruppe mit Sitz in Cappeln (Kreis Cloppenburg) sollen zwischen 2003 und 2008 Gehaltszahlungen im Amateurfußball über eine Firma in Rheda-Wiedenbrück abgewickelt haben. Dabei sollen Zahlungen an Spieler, Trainer und Betreuer beim SV Wilhelmshaven und FC Schüttorf nicht als Gehälter, sondern als Betriebsausgaben in Firmenbüchern verbucht worden sein. Laut Anklage entstand ein Schaden bei der Gewerbe- und Einkommenssteuer von 1,8 Millionen Euro.

Zu dem Verfahren wollte sich die Sprehe-Gruppe auf Anfrage nicht äußern.