Wilhelmshaven - Mit dem Trio „Starbugs Comedy“ zog am Samstagabend Weltklasse ins Wilhelmshavener Pumpwerk ein. So bunt, spektakulär und faszinierend, dass es das Publikum zum Schlussbeifall zu stehenden Ovationen von den Sitzen riss. Die drei Schweizer hatten ihr legendäres erstes Programm zu „JUMP! Reloaded“ runderneuert und sprangen dazu im Vorbeiflug aus 10.000 Metern Höhe direkt auf die Bühne – in knallroten, dick aufgeblasenen Ballonanzügen.

In diesen wurde zu James Browns „I feel good“ zunächst die erste von etlichen mitreißenden Choreografien vorgelegt. Wassilis stellte dann mit typisch eidgenössischem Charme sich und seine Mitstreiter Fabian und Martin vor. Was aber auch der einzige Wortbeitrag im nonverbalen Programmwirbel war.

Mit intelligentem Nonsens sorgten die weltweit preisgekrönten Comedians immer wieder durch Tanzeinlagen zu fetziger Musik und viel Slapstick für reihenweise Szenengelächter. Mit einem steten Wechsel zwischen Pantomime und Akrobatik, dabei immer wieder begleitet von Soundeinspielungen – zum Beispiel aus den „Star Wars“-Filmen – , die von den Akteuren haargenau und oft zwerchfellerschütternd ins Agieren eingebaut wurden, rissen sie das Publikum ein ums andere Mal zu Zwischenapplaus hin. Und dann führten sie vor, was man mit Staubsaugern (auch) alles machen kann. Mal neckisch langsam, mal blitzschnell folgte ein Gag dem anderen, wobei so manches auf herzerfrischende Weise scheinbar schiefgeht.

Verblüffend sind immer wieder die blitzschnellen und dabei sehr präzisen komödiantischen Interaktionen des Trios miteinander oder gegeneinander. Und es wird schreiend komisch beim Pas des deux von Fabian und Martin, verkleidet als Star-Wars-Krieger, mit Hilfe von jeweils zwei Föhnen als Antriebsmittel in Bewegung versetzt. Bis es den Einen hinter einer Leinwand in die Badewanne treibt. Wo nun der Föhn als fesche Dame aufdringlich wird – bis zum letalen Höhepunkt.

Mit faszinierender Perfektion begeistert schließlich der Auftritt als Ninjas mit schwarzem Gürtel, die mit kauziger Lautmalerei und tänzerisch die strengen Rituale asiatischer Kampfkünste verulken. Bis ein im Wortsinne aufgeblasener Sumo-Ringer dazwischen platzt. Und die unglaubliche Perfektion, die so leicht aussieht, aber auf fast 20 Jahre langem Zusammenspiel und hohem artistischen Talent beruht, gipfelte abschließend in einer schier unglaublichen Darbietung. Wer da meint, Trampolin-Nummern der Zirkusmanege seien abgedroschen, hat noch nicht die „Starbugs“ damit hantieren gesehen.