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Rund 1400 von 33 323 vermarktbaren Geschosswohnungen standen 2008 in Wilhelmshaven leer. Zu diesem Ergebnis kommt der Techem-empirica-Leerstandsindex. Basis für die Auswertung sind anonymisierte Heizkostenabrechnungen, die der Energiedienstleister Techem auf Grundlage von 2,1 Millionen vermarktbaren Geschosswohnungen erstellt hat.Das Bonner Marktforschungsinstitut „empirica“ errechnete daraus den regionalen Leerstandsindex. In Wilhelmshaven betreut Techem nach eigenen Angaben knapp 3000 Wohnungen. Davon stehen 4,1 Prozent leer. Das Marktforschungsinstitut hat diese Zahl dann auf die Gesamtzahl aller Wohnungen in der Stadt hochgerechnet.
Allgemein gehen Experten der Wilhelmshavener Wohnungsbaugesellschaften jedoch von einem Leerstand von 3000 Wohnungen im Stadtgebiet aus, da die von Techem betreuten Wohnungen nur acht Prozent aller Wohnungen ausmachen.
In der Untersuchung wurde der Wohnungsmarkt in 100 deutschen Städten unter die Lupe genommen. Wilhelmshaven liegt mit einer Leerstandsquote von 4,1 Prozent auf dem 74. Platz.
Insgesamt standen in Deutschland laut Studie rund 780 000 Wohnungen leer, 401 300 Wohnungen im Westen und 378 400 Wohnungen im Osten.
In den Städten blieb die Leerstandsquote konstant bei 3,4 Prozent. Der städtische Wohnungsleerstand stieg im Osten (inklusive Berlin) im Vergleich zum Vorjahr von 5,6 auf 5,7 Prozent. Im Westen nahm er um 0,1 Prozentpunkte von 2,4 auf 2,3 Prozent ab. 20 Jahre nach der Deutschen Einheit zeige sich, dass auch in Ostdeutschland in boomenden Städten die Leerstandsquote sinke, während sie in strukturschwachen West-Regionen steige.
Die niedrigsten Leerstände haben die westdeutschen Städte Erlangen (0,4), Karlsruhe (0,8), Baden-Baden und Kempten (je 0,9). Leerstände mit zehn Prozent und mehr haben die ostdeutschen Städte Frankfurt (Oder) mit 10,0, Gera (11,1), Halle (Saale) mit 13,6 und Schwerin als Schlusslicht mit 15,4 Prozent.
Im Westen haben Emden (13,6), Pirmasens (8,3), Bremerhaven (5,8) und Straubing (5,6 Prozent) die höchsten Quoten.
