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Die Gewerkschaften wollen den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes erhöhen.Acht Prozent mehr Lohn für die 950 Mitarbeiter des Reinhard-Nieter-Krankenhauses (RNK), die sogenannte Altverträge haben, und deutliche Verbesserungen für die 350 Mitarbeiter, die um bis zu 30 Prozent weniger verdienen und eineinhalb Stunden pro Woche länger arbeiten müssen. Diese Forderungen haben die Dienstleistungsgewerkschaft „verdi“ und der Betriebsrat des kommunal betriebenen Reinhard-Nieter-
Krankenhauses am Donnerstag bei ihrem Informationstag erhoben.
Bei dieser Maßnahme handelte es sich nicht um einen Warnstreik mit Arbeitsniederlegung, wie Betriebsratsvorsitzender Nicolai Dumke und das freigestellte Betriebsratsmitglied Sascha Steinhagen betonten.
Sie hatten ihren Informationstisch mit Falt- und Flugblättern im Eingangsbereich der Klinik aufgebaut. Beim Schichtwechsel gingen zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dann gemeinsam über das Gelände und machten auf ihre Forderungen aufmerksam. „Wir sind in Sachen Patientenbetreuung nicht mehr beim Optimum, sondern eher beim Minimum“, sagte Steinhagen. Die Kluft zwischen den älteren und neuen Mitarbeitern gehe immer weiter auseinander: weniger Geld, mehr Arbeitszeit und auch keine Zulagen für Schichtdienste.
„Wir wollen gleichen Lohn für gleiche Arbeit“, fügte Dumke hinzu. Auch die Krankenpflegeschüler des RNK würden 30 Prozent weniger verdienen als die anderen Schüler in der Region.
Gerade in der Krankenpflege brauche man motivierte Mitarbeiter, die ihre Arbeit gute und gerne erledigen, so Dumke.
Ansonsten bestehe die Gefahr, dass gut qualifizierte Mitarbeiter mit der Zeit ins benachbarte Ausland abwanderten.
