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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Technik-Angriff auf klebende Kaugummis

07.07.2006

von norbert czyz

wilhelmshaven Damit hatte im vergangenen Jahr keiner gerechnet: Kaum hatte die Fußgängerzone in der Marktstraße ein blendend helles Pflaster erhalten, beeinträchtigten auch schon die ersten dunklen Kaugummiflecken die Freude darüber. Mittlerweile sieht die Marktstraße zwischen Mozart- und Virchowstraße genauso aus wie alle Fußgängerzonen dieser Welt: Dunkel gepunktet.

Das stört – bis auf die Kaugummikauer selbst – fast alle Passanten. Drum hat sich die Stadt für 10 000 Euro einen „Gum-Trolley“, auch „Gum Busters“ genannt, der im wahrsten Sinne des Wortes mit Hochdruck an der Beseitigung der dunklen Flecken arbeitet.

Verantwortlich für den Einsatz und die Betreuung des „Gum-Trolleys“ ist der Fachbereich Straße und Grün der Stadt Wilhelmshaven, bedient wird er von einem sogenannten Ein-Euro-Jobber.

Der versuchte sich gestern als Erstes auf dem Pflaster vor Karstadt und hinterließ statt der dunklen nun sichtbar weiße Flecken, die sich deutlich von dem leicht ergrauten Pflaster abheben.

Kein Wunder, rückt doch der „Trolley“ dem Kaugummi mit 130 Grad heißem Wasserdampf zuleibe. Der wird mit einer Düse aufgebracht, und wenn das Kaugummi „angelöst ist“, wie Heike Hansemann, stellvertretende Leiterin des „Fachbereichs Straße und Grün“ am Telefon erklärte, dann gibt das Bedienungspersonal etwas Reinigungsmaterial hinzu. Schließlich kommt eine rotierende Bürste zum Einsatz – der Kaugummi „wird zu Krümeln“, die nicht kleben, und kann vom Reinigungsfahrzeug am nächsten Morgen aufenommen werden. So lautet die Theorie.

Das scheint auch alles zu funtionieren, das Pfaster wird dort, wo die Düse ihr Werk vollbracht hat, tatsächlich frei von Kaugummi. Doch hat sich der dunkle Fleck danach in einen grell-weißen verwandelt. Mag sein, dass das Bedienungspersonal erst einmal die Dosierung mit Wasserdampf und Reinigungsmaterial ausprobieren muss.

Was die laufenden Kosten anbelangt, rechnet Heike Hansemann mit 30 Euro pro Tag für Wasser und Reinigungsmaterial.

Ob denn der Trolley auch durchgängig tagsüber eingesetzt werden könne, da hat sie noch so ihre Zweifel. Denn das Gerät „ist laut“. Es könnte sein, dass sich Anwohner und Geschäftsleute gestört fühlen. Hansemann: „Das müssen wir erst mal ausprobieren.“

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