Wilhelmshaven
Schluss. Aus. Ende. Nie mehr aufwendige Musical-Produktionen! Die Botschaft der Musical-AG der Integrierten Gesamtschule nach Abschluss der Rock-Oper „Tommy“ kam überraschend. „Erfolg erschöpft“, erklärt der musikalische Leiter Klaus Scheit diesen Entschluss. „Uns gehen einfach die Ideen für neue Musicals aus.“Ganz kann es die Mutate, die unter anderem auch die Orchesterklassen und die Bigband der IGS betreut, dann doch nicht lassen. Seit Juni ist der gemeinnützige Verein im Reederei-Geschäft unter dem Namen Patenreederei-Mutate-Maritim GmbH und will auch außerhalb der Schule talentierten Nachwuchs anwerben. Tangogeiger, Animateure und Lebenskünstler werden ebenso gesucht wie Techniker, Köche, Stewards, Maschinisten und Offiziere.
Das Team soll eine abendfüllende Gala-Veranstaltung und die Phantasiereise auf einem Traumschiff bieten. Das Publikum wird zu Passagieren. Und die werden entsprechend mit Speisen und Getränken versorgt.
Im März 2008 soll die „Atlantis“ erstmals in See stechen und wird jährlich durch die Weltmeere der Unterhaltung kreuzen. Heimathafen: das Pumpwerk in Wilhelmshaven. Auch „Häfen“ in Schortens und Norderney könnten mitunter angelaufen werden.
„Wir öffnen die Mutate und die gesamte Bühne nach außen und haben uns deshalb für diese flexible Ausdrucksform entschieden“, erklärt Schaper, der versichert, dass man nicht mit der Musical-Produktion aufgehört habe, weil man unzufrieden gewesen sei. „Wir wollen den eigenen kreativen Kreis erweitern.“
Eine eigene Schauspiel-
Sparte bleibe in der Mutate aber erhalten. Denn auch skurrile Gestalten wie Klabautermänner, blinde Passagiere oder Meerjungfrauen sind an Bord willkommen. Für diese bräuchte man vorgefertigte Handlungsstränge.
Geheuert wird, wer seefest und flexibel ist und Lust hat, mit einer engagierten Truppe an einem neuen Programm zu basteln. Anheuertermin ist am Sonntag, 14. Oktober, ab 20 Uhr im Pumpwerk.
