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Werkstattbrand in Wilhelmshaven Das sagt der Feuerwehr-Chef zum Großeinsatz

Großbrand in der Rüderstraße/Ecke Oldebrüggestraße in Wilhelmshaven. Eine als Lager und KFZ-Werkstatt genutzte Halle stand in Flammen. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude. Eine Person kam ums Leben, eine weitere wurde schwerst verletzt.

Großbrand in der Rüderstraße/Ecke Oldebrüggestraße in Wilhelmshaven. Eine als Lager und KFZ-Werkstatt genutzte Halle stand in Flammen. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude. Eine Person kam ums Leben, eine weitere wurde schwerst verletzt.

Hendrik Suntken

Wilhelmshaven - Ein Todesopfer und ein Schwerverletzter, eine Halle bis auf die Grundmauern niedergebrannt: Das ist die traurige Bilanz eines Großbrandes am Donnerstagmittag in der Wilhelmshavener Südstadt. Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei wurden gegen 12 Uhr mittags alarmiert. An der Ecke Rüderstraße/Oldebrüggestraße brannten eine als Autowerkstatt genutzte Lagerhalle und Anbauten.

„Als unsere Einsatzkräfte eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach des Gebäudes“, sagt Branddirektor und Einsatzleiter Josef Schun. Zwei Männer wurden von den Rettern aus der brennenden Halle geholt. Eines der Opfer verstarb noch kurz darauf am Einsatzort. Die zweite Person wurde nach erfolgreicher Reanimation, lebensgefährlich verletzt, mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum gebracht. Von dort aus soll sie in eine Spezialklinik transportiert werden. Die Notfallseelsorger des Kriseninterventionsteams unterstützten Angehörige und Einsatzkräfte.

Explosionen im Inneren der brennenden Halle

Das Feuer muss sich, so die Einschätzung des Feuerwehrchefs, bereits kurz nach Entstehen rasch ausgebreitet haben. „Als klar war, dass das Gebäude bereits in Vollbrand stand, konzentrierten wir unseren Löscheinsatz auf den Schutz der angrenzenden Gebäude“, sagt Josef Schun. Direkt an die Halle grenzen ein Dachdecker-Unternehmen und eine Aldi-Filiale an. Ein weiteres Risiko für die Einsatzkräfte waren die zahlreichen Gefahrstoffe, die sich in dem Gebäude befanden, darunter Gas-, Öl- und Benzin-Behälter, Autoreifen, und andere Kunststoffe und Chemikalien. Zu Beginn der Löscharbeiten waren mehrere Explosionen aus dem Inneren der Halle zu hören.

„Gerade für den Umgang mit solchen Gefahrensituationen sind wir ausgebildet“, sagt Josef Schun. Hinzu kam, dass der starke Westwind die Rauchsäule auf Häuserhöhe hinabdrückte. Über Notfallapps wie Katwarn, Lautsprecherdurchsagen und Hinweise in sozialen Netzwerken wurden insbesondere die Anwohner der Südstadt dazu aufgerufen, Fenster und Türen zu schließen. Der Qualm war außerhalb der Stadtgrenzen zu sehen.

Rund 70 Menschen bei Feuer im Einsatz

Der angrenzende Aldi-Markt wurde während der Löscharbeiten geschlossen, die Oldebrüggestraße und die Rüderstraße im Einsatzbereich abgesperrt. Die Polizei regelte den Verkehrsfluss und hielt Schaulustige vom Einsatzort fern.


Schnell gelang es den Einsatzkräften, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Das Feuer war nach zwei Stunden gelöscht, weitere Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Abendstunden hin. Die Berufsfeuerwehr, der Rettungsdienst, die Ortsfeuerwehren Bant-Heppens und Rüstringen sowie Polizei, Malteser, Notfallseelsorge und DRK waren mit über 70 Personen im Einsatz. Da so viele Einsatzkräfte vor Ort gefordert waren, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Fedderwarden und Sengwarden in Bereitschaft versetzt, falls es parallel zu weiteren Bränden im Stadtgebiet gekommen wäre. Die Polizei nimmt Ermittlungen zur Brandursache auf.

Hendrik Suntken
Hendrik Suntken Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung
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