Bant/Wangerland
Anfang des Jahres hat Hotelier Arno Meents aus dem Wangerland das „Hotel Maris“ an der Werftstraße in Bant übernommen. Anfang 2009 wird das Hotel umgetauft. Doch bei einem neuen Namensschild wird es nicht bleiben. Am Ende der Kernsanierung soll aus dem „Hotel Maris“ ein bodenständiges, aber modernem Standard entsprechendes Drei-Sterne-Hotel mit 100 bis 110 Betten werden.Meents’ Sohn Roland, 28 Jahre alt und gelernter Hotelkaufmann, führt vor Ort die Geschäfte. In den vergangenen Monaten ließ er zuerst das Restaurant renovieren und richtete eine neue Gaststube ein. Seit einigen Wochen gibt es dort jetzt warme kleine Gerichte in maritim angehauchtem Ambiente. „Die individuelle Mischung macht's“, ist Roland Meents sich sicher und hat deshalb auf kahle, weiße Wände ebenso verzichtet wie auf altmodisches Mobiliar.
Auch die alten Ferienwohnungen wurden bereits komplett entkernt und in 15 funktional gestaltete Zimmer umgebaut. Im Hauptbettenhaus auf der anderen Seite der Adolfstraße sollen die Räume ebenfalls auf neuen Stand gebracht werden. Zusätzlich will die Familie das alte Druckerei-Gebäude in der Nachbarschaft erwerben und dort 25-Motel-Zimmer mit Parkplatz-Zugang einrichten.
Was dem „Banter Hof“ für ein geschlossenes Ensemble noch fehlt, ist eine passende Verbindung der drei Gebäude. Arno Meents, der in Horumersiel mit seiner Familie erfolgreich das Vier- Sterne-Hotel „Altes Zollhaus“ und seit 2008 in Minsen das Landhotel „Alte Schule“ betreibt, hat dafür bereits Pläne. Die Familie möchte den Fortsatz der Adolfstraße von der Stadt kaufen. Die Straße ist benannt nach dem Erbauer der benachbarten Banter Werftsiedlung, Adolf de Cousser.
Eine Glaspassage soll beide Häuser zu ebener Erde über die Straße hinweg miteinander verbinden. Durch die gläserne Front wird der Blick auch weiter auf das alte Pflaster dahinter fallen. Schmiedeeiserne Laternen und Alleebäume sollen ihr jedoch einen dörflich-gemütlichen Touch verleihen und den Weg in den neuen Biergarten des „Banter Hofs“ weisen. „Dort können wir dann sicher im Sommer nette Veranstaltungen mit dezenter Musik und Weinverkostung anbieten“, freut sich Roland Meents.
Die Expansion nach Wilhelmshaven erscheint ihm nur natürlich: „Die wirtschaftlichen Prognosen für die Stadt sind hervorragend.“ Vor allem als Hotel für Geschäftsleute und Monteure werde der „Banter Hof“ profitieren.
Trotzdem legt Meents Wert auf eine familiäre Atmosphäre: „Ich möchte die Stammgäste noch mit Namen kennen. Wir werden deshalb nicht beliebig expandieren.“ Für die Wochenend- und Sommerzeit hofft Meents darauf, dass die Sanierung der Südstadt bald Früchte zeigt: „Wenn die schöne alte Bausubstanz hier flächendeckend saniert ist, wird das doch ein echtes Schmuckstück“, glaubt er.
Und die Pläne zur weiteren Erschließung des Banter Sees als Freizeitgebiet zur Kompensation für den Geniusstrand erscheinen ihm auch verlockend. „Da wird etwas passieren müssen – und wir liegen dann in direkter Nähe.“
