Wilhelmshaven - Nach langer, intensiver Vorbereitungszeit wird am Sonntag, 20. August, 19 Uhr, im Pumpwerk zum ersten Mal der Wilhelmshavener Diaspora-Preis verliehen. Ausrichter der Veranstaltung ist das Dekoloniale Netzwerk Nordwest (Dekol) in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Pumpwerk und der Stadt Wilhelmshaven.
Im Organisationsteam steigen die Aufregung und Vorfreude von Tag zu Tag an. Denn im Vorfeld der Preisverleihung wird es von 14 bis 18 Uhr rund ums Pumpwerk den „Markt der Möglichkeiten“ geben. Entsprechend dem Motto „One day for all“ ist ein großes Fest mit vielen Beteiligten und einem breit gefächerten Angebot für Jung und Alt geplant. „Uns geht es besonders darum, den Nominierten und anderen Organisationen eine Plattform zu bieten, ihre Projekte vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen“, erklärt Diana Thiam. Sie engagiert sich bei Dekol und ist eine der Organisatorinnen der Veranstaltung.
Projekte und engagierte Menschen aus dem näheren Nordwesten konnten sich in vier Kategorien – „Pedale & Peace“, „Planet“, „Prosperity“ und „Partnership“ – für die Auszeichnung bewerben. Im Mittelpunkt steht also nicht nur Integrationsarbeit und die Förderung benachteiligter Bevölkerungsgruppen, sondern auch nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und der Aufbau von Netzwerken. Die Geehrten erhalten zusätzlich zu einer Trophäe ein Preisgeld, mit dem künftige Vorhaben unterstützt werden sollen.
Auch in anderer Weise setzen die Veranstalter auf nachhaltige Effekte: „Wir wollen die Menschen auch motivieren, sich sozial zu engagieren und einzubringen“, sagt Thiam. In Wilhelmshaven gäbe es viel Bedarf und viele Leute, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Nicht immer sei es leicht, sich untereinander zu vernetzen. „Auch deswegen ist die ganze Veranstaltung kostenlos – jeder soll sich den Besuch leisten können“, betont die 31-Jährige.
Neben vielen Organisationen, die ihre Bemühungen in der Migrationsarbeit vorstellen, gibt es beim „Markt der Möglichkeiten“ ein vielseitiges Rahmenprogramm. Das Jugendzentrum Krähenbusch sorgt mit Hüpfburg und Spielewagen für Kinderunterhaltung. Auf der Bühne treten die Gruppen „The International Vagabond Orchestra“ und „Tagum Express“ auf. Ab 18 Uhr öffnet der Veranstaltungsraum des Pumpwerks seine Türen für die um 19 Uhr beginnende Preisverleihung. Als musikalische Gäste konnten die Gruppe „Die Grenzgänger“ und Sänger Stefan Gwildis gewonnen werden. Auch bei dieser Veranstaltung ist der Eintritt frei.
