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Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird fertig gebaut
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Aktualisiert vor 10 Minuten.

Entscheidung Der Verteidigungsministerin
Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird fertig gebaut

NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Viele Meilensteine gesetzt

24.03.2009

Jahrelang war Wolfgang Frank der führende Kopf der Wirtschaftsförderung in Wilhelmshaven. Er starb nach schwerer Krankheit im Alter von 59 Jahren.

Von Hans-Jürgen Schmid

Wilhelmshaven Über die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung der Region wird von Vertretern kommunaler Gebietskörperschaften rund um den Jadebusen schon seit geraumer Zeit in ausgesprochen freundschaftlicher Atmosphäre diskutiert. Die Zusammenführung der Landkreise Wittmund, Friesland und Wesermarsch mit der Stadt Wilhelmshaven zur Sicherung aller Chancen rund um Wirtschaft und Industrie am Wasser und auf dem Land wird immer mit dem Namen Wolfgang Frank verbunden bleiben. Äußeres Zeichen für die Verständigung der Repräsentanten der Kommunen war das alljährliche Martinsgans-Essen in der „Antonslust“.

Das ist freilich nur einer jener Pfeiler, die Frank für das Fundament einschlug, auf dem sich diese Region besser entwickeln sollte und – wie es sich längst zeigt – auch kann.

Wolfgang Frank, am 12. Oktober 1949 in Wilhelmshaven geboren, hat in seinem Beruf nie einen Zweifel daran gelassen, alles zu tun, was der Stadt, der Region und den Menschen, die hier arbeiten und leben, dient und ihnen den Weg in eine gesicherte Zukunft ebnet Er war ein Strippenzieher im positiven Sinne des Wortes, hat Fäden gesponnen und Netzwerke aufgebaut.

Nach dem Abitur an der damaligen Max-Planck-Schule und dem Jura-Studium in Münster und Regensburg trat Frank Anfang Dezember 1977 nach seiner zweiten Staatsprüfung in das von Dr. Hans-Joachim Gottschalk geleitete Rechtsamt der Stadt Wilhelmshaven ein. Zum 1. April 1991 wählte ihn der Rat der Stadt nahezu einstimmig als Nachfolger von Dr. Norbert Boese zum Stadtdirektor und Kämmerer für zunächst sechs und 1996 für weitere zwölf Jahre.

Seit 1998 war er nebenamtlicher Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung in Wilhelmshaven GmbH (WFG), und Anfang 2003 ließ er sich bei der Stadt für die Leitung der Stadtwerke GmbH beurlauben. Er wurde Sprecher der Geschäftsführung und gleichzeitig alleiniger Geschäftsführer der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft mbH.

Frank wirkte entscheidend mit bei den Ansiedlungsverträgen der Unternehmen in den 70er und 80er Jahren im Wilhelmshavener Osten und der Entwicklung des neuen Containerhafens.

Doch hier sah er sich unvermutet vor Hürden, errichtet von einigen Personen aus Politik und Wirtschaft in Hannover und der Region, die er eigentlich an seiner Seite wähnte. Wolfgang Frank sollte und wollte sich ab dem 1. April 2007 als nunmehr hauptamtlicher Wirtschaftsförderer der WFG noch intensiver um die Belange der Wirtschaft kümmern. Nach politischen Querelen um seine Wahl zog er sich zurück. Er sah sich im Zentrum einer gegen ihn gerichteten Kampagne, die – das ließ er freilich nur selten durchblicken – sehr an ihm nagte.

Es gelang ihm, sein Einvernehmen mit Hannover wieder herzustellen, und längst hat es sich herausgestellt, dass die von ihm im Zusammenhang mit der Hafenentwicklung verfolgten Planungen richtig waren.

Wirtschaftsförderung blieb für ihn ein Thema. Die Umsiedlung des Schlachthofs, der Bau des „Nautimo“ und der neuen Zentrale der Stadtwerke- Verkehrsgesellschaft sind Beispiele seines Engagements. Eine Herzensangelegenheit war für ihn die Landesbühne Niedersachsen-Nord, die er als jahrelanger Aufsichtsratsvorsitzender in ein ruhiges und wirtschaftlich sicheres Fahrwasser führte. Akzente setzte er beim Club zu Wilhelmshaven, dessen Präsident er war. Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier gehörte zu seinen Freunden.

Sie alle schätzten seine Verlässlichkeit und das fröhliche Wesen eines Menschen, der sich bei langen Wanderungen, beim Skat und dem sonntäglichen Prellballspiel entspannte.

Wolfgang Frank starb nach schwerer Krankheit. Er hinterlässt seine Frau und eine erwachsene Tochter.

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