Wilhelmshaven - Streik an verhärteten Fronten: Die Beschäftigten des Marinearsenals und der Wasserschifffahrtsverwaltung Wilhelmshaven, des Landkreises und der Kommunen in Friesland und der Stadt Wilhelmshaven legten heute Morgen ihre Arbeit nieder und gingen in den ganztägigen Streik. Ende Januar endete die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und den Kommunen ohne ein Angebot der Arbeitgeber, sagte Heike Boldt von der Gewerkschaft.
So hat Verdi an diesem Donnerstag zum Streik in Wilhelmshaven aufgerufen. Zahlreiche Beschäftigte sind dem Ruf gefolgt. „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten zu Recht eine angemessene und faire Entgelterhöhung. Es herrscht derzeit ein intensiver Wettbewerb um die Fachkräfte, wobei der öffentliche Dienst hier nicht den Anschluss verlieren darf“, gab Boldt kämpferisch zu Gehör.
Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich. Nach der Kundegebung am Morgen zogen sie zum Rathausplatz, wo sich mittlerweile rund 500 Demonstranten versammelt hatten. Unter dem Beifall der Anwesenden traten Heike Boldt (Verdi), Swantje Wagenburg und Maximilina Lütke von der Stadt Wilhelmshaven sowie Wilfried Wolken vom Landkreis Friesland ans Mikrofon. „Wir haben uns immer angehört, wie wichtig wir sind. Aber vom Dank können wir nicht leben. Was wir fordern, ist nur gerecht“, sagte Wilfried Wolken. „Wir brauchen ein klares Signal auch an die Jugend. Investitionen in die Zukunft sind hier angesagt. 200 Euro mehr für die Auszubildenden sind nicht zu wenig“, so Maximilina Lütke. „Wir sind eine verlässliche Bank und wollen ein faires Angebot von der Arbeitgeberseite, rief Swantje Wagenburg den Arbeitnehmern zu.
