Wilhelmshaven - Wenn denn die Rede, die der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister am Dienstagabend bei der abschließenden Party des Clubs 2013 auf dem Betriebsgelände der Firmengruppe Nietiedt hielt, lediglich ein Vorgeplänkel für die heiße Phase des Landtagswahlkampfes sein sollte, dann müssen sich SPD und Grüne nach Weihnachten warm anziehen. Denn dann soll es erst richtig losgehen.
Man war im Club 2013 – einer von der Opposition im niedersächsischen Landtag mit Argwohn betrachteten Interessengemeinschaft von Unternehmern, Wissenschaftlern und Personen des öffentlichen Lebens – sozusagen unter sich. Denn das Bekenntnis zur CDU und zur CDU-Landesregierung ist unter Mitgliedern im Club 2013 – seit Anfang des Jahres auf 242 angewachsen – eine Selbstverständlichkeit.
Das war auch aus der Rede von Jürgen R. Viertelhaus herauszuhören. Nachdem Viertelhaus Landesminister, Staatssekretäre, führende Parteifunktionäre der CDU und auch Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner namentlich begrüßt hatte, ging der Organisator des Clubs 2013 im Nordwesten auf die Bedeutung der Landtagswahl als Richtungswahl für die Bundestagswahl ein.
Die niedersächsische CDU benötige die Unterstützung von Persönlichkeiten, den „Leuchttürmen unseres Landes“, womit Viertelhaus die Mitglieder seines Clubs meinte. Er begründete das Engagement seiner Gemeinschaft mit den Erfolgen der CDU. Sie habe das Land, das Schröder, Glogowski und Gabriel heruntergewirtschaftet hätten, wieder an die führenden Bundesländer herangeführt.
Die SPD war denn auch in McAllisters Rede schnell als Zielscheibe ausgemacht. Er sprach von „unfairen Angriffen von unseren demokratischen Mitbewerbern auf die Mitglieder des Club 2013“.
Man sei eine Gemeinschaft, genieße den Austausch und lasse sich „von einigen durchgeknallten Sozialdemokraten auch nicht aus der Ruhe bringen“. Man könne mit dem Vorwurf, mit der Wirtschaft Dialog zu führen, gut leben. Diejenigen, die diesen Vorwurf erheben, müssten sich fragen, warum sie keine Kontakte haben. Auch McAllister sprach von neuerdings besseren Plätzen im Länder-Ranking und geißelte jene, die die „eigenständige Schulform Gymnasium“ bedrohten, indem sie die Bedingungen für die Gründung von Gesamtschulen absenken wollten.
Die Veranstaltung, für die die Firmengruppe Nietiedt einen würdigen Rahmen mit Klaviermusik, gepflegten Getränken und einem „Flying Buffet“ aufgeboten hatte, gab Firmenchef Tom Nietiedt Gelegenheit, das Unternehmen als einen modernen Handwerksbetrieb und Dienstleister zu präsentieren. Die Mitglieder des Club 2013 konnten sich auf dem neuen Betriebsgelände überzeugen, dass diesen Worten entsprechende Taten vorausgegangen sind.
Zuvor hatten die Gäste aus ganz Niedersachsen die Gelegenheit, auf Einladung von Eurogate und Nordfrost den neuen Containerhafen zu besichtigen.
