Wilhelmshaven - Für ihr neues Format „Vorhang zu und alle Fragen offen“ bediente sich die Landesbühne Nord eines Zitats Bertolt Brechts, das von Marcel Reich-Ranicki oft genutzt wurde. Äußerte dieser dies, um die vielen offenen Fragen, die Leserinnen und Leser an ein Buch haben, darzustellen, war in der Kantine des Stadttheaters bei Glühwein und Lebkuchen Gelegenheit, Intendant Olaf Strieb, JuLaBü-Leiterin Britta Hollmann, Chefdramaturgin Kerstin Car und Oberspielleiter Robert Teufel alle Fragen zu stellen, die nach dem Schließen des Vorhangs übrigblieben. Dabei nahmen mehrheitlich Stammgäste die Gelegenheit zum „schonungslosen Austausch“ wahr, wie Pressesprecherin Nina Jaeschke sagte. Nachdem als Einstieg Fragen zu aktuellen Produktionen in Quizform gestellt wurden, ging es im intensiven und individuellen Speeddating mit dem künstlerischen Leitungsteam an den Tischen weiter. Ob opulent oder minimalistisch, laut oder leise, TheOs oder Stadttheater, der Austausch war wohl für beide Seiten anregend. Naturgegeben kam die Frage auf, warum es nicht mehr Musical oder Krimi gäbe. „Das kollidiert mit dem Bildungsauftrag, den wir erfüllen wollen und müssen“, fasste Nina Jaeschke zusammen. Zudem wären 20 weitere Vorstellungen der „Addams Family“ wohl auch nicht ausverkauft, und das Publikum wäre gesättigt. Es habe den Wunsch gegeben, Formate mögen das Haus öfter verlassen, wie diesen Sommer der Theaterspaziergang „Unser Olympia“. Gäste versprachen, Bekannten beim Tee erneut die Vorzüge der Landesbühne am Ort darzustellen, wie vielseitig das Theater in Wilhelmshaven sei. „Vorhang zu und alle Fragen offen“ soll in der nächsten Spielzeithälfte nochmals angeboten werden.
„Vorhang zu und alle Fragen offen“ „Schonungsloser Austausch“ bei der Landesbühne
Bei Glühwein und Lebkuchen bot sich jetzt die Gelegenheit, Intendant Olaf Strieb, JuLaBü-Leiterin Britta Hollmann, Chefdramaturgin Kerstin Car und Oberspielleiter Robert Teufel alle Fragen zu stellen, die nach dem Schließen des Vorhangs übrigbleiben.
Christoph Engeroff
