Am Sonntag öffnet das Küstenmuseum nach gut halbjähriger Umbaupause wieder seine Türen. Von 15 bis 18 Uhr sind die Besucher bei freiem Eintritt willkommen.
Fertiggestellt ist der erste Teil der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung, in den die Siedlungsgeschichte des Küstenraums eingegliedert ist. Auf 1100 Quadratmeter wird der Bogen von Deichbau und Sturmfluten über Hafenbau und Stadtgründung bis zu den Wandlungsprozessen des Stadtbildes in der Nachkriegszeit geschlagen. Auch die dunklen Kapitel in der Geschichte der Stadt – und Deutschlands – werden dargestellt.
Der zweite Teil „Arbeitsplätze an der Küste“ wird im Obergeschoss Platz finden. Dort ist derzeit noch, neben dem Skelett des vor Baltrum gestrandeten Pottwals, die JadeWeserPort-Ausstellung zu sehen. Die neue Dauerausstellung schlägt mit 618 000 Euro zu Buche, die Hälfte wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.
Ziel ist es, so Museumsleiterin Dr. Karin Walter, die Wilhelmshavener zu immer wieder neuen Entdeckungstouren anzulocken. Auf der anderen Seite aber soll auch Auswärtigen ein interessanter Einblick geboten werden in eine Stadtgeschichte, die zugleich immer in außergewöhnlich hohem Maß ein Spiegelbild der nationalen Geschichte war. Es werde auch die Entwicklungslinie vom Kriegshafen über den Ölhafen bis zum JadeWeserPort erkennbar.
Oberbürgermeister Eberhard Menzel bezeichnete das Küstenmuseum als unverzichtbaren Teil der Wilhelmshavener Museums- und Kulturlandschaft, aber auch des Stadtmarketings. Der Städte- und Kulturtourismus sei auch in Wilhelmshaven ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Nicht zuletzt mit Blick auf auswärtige Interessierte wurde der Name des Museums geändert. Wurde es nach dem Umzug durch die Bezeichnung „Küstenmuseum am Bontekai“ von seiner Vorgängerin unterschieden, so soll es nun als „Küstenmuseum Wilhelmshaven“ Flagge zeigen.
„Wir sind uns unserer Verantwortung für Wilhelmshaven bewusst“, so die Geschäftsführerin der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit, Aida Kleinschmidt.
