Wilhelmshaven - Zufriedene Gesichter gibt es aktuell im Marinearsenal. „Bei uns haben jetzt 82 junge Männer und Frauen mit ihrer Berufsausbildung angefangen“, sagt der Leitende Direktor Rainer Sacher. „58 von ihnen sind in Wilhelmshaven gestartet, 24 in Kiel. Damit haben wir nur zwei Ausbildungsplätze nicht besetzen können.“ Da zahle sich der gute Ruf der Ausbildungsqualität in fünf Berufen offensichtlich aus.
Wunsch nach mehr Werbung
Trotzdem wünscht sich der Leitende Direktor dringend die Möglichkeit, regional dienststellenbezogene Nachwuchswerbung zu machen – ergänzend zu bundesweiten Kampagnen der Bundeswehr. „Wer bringt zum Beispiel Anzeigen oder Plakate mit Flecktarnmuster mit dem Marinearsenal in Verbindung?“
„Hauptstraße“ des Arsenals wird verlegt
Im Arsenalbetrieb wurden inzwischen die ersten alten Hallen abgerissen, weil die „Hauptstraße“ des Arsenals verlegt wird und künftig parallel zur Ebertstraße verlaufen soll. „Im nächsten Jahr folgt zunächst der Rückbau von Halle 6. Und weil in dem Bereich Parkplätze wegfallen, entstehen gerade westlich vom Bauhafen neue. Darunter ist übrigens ein Regenrückhaltebecken eingebaut worden.“
Wechsel Richtung Ostsee
Nach nur neuen Monaten hat Dr. Christian Kubaczyk Wilhelmshaven schon wieder verlassen. Erst im Mai war der Diplom-Ingenieur aus Kiel offiziell als neuer Leiter des hiesigen Arsenalbetriebs vorgestellt worden. „Dr. Kubaczyk hat seine Erfahrung an die Ostsee mitgenommen. Er ist jetzt seit 1. August der erste Betriebsleiter des Arsenalbetriebs Rostock“, verrät Sacher. Dort hatte der Bund die ehemalige Werft in Warnemünde übernommen und will die Schiffbauhalle und Dock künftig vor allem für die Ostseeeinheiten der Marine nutzen.
Personalstärke aufgeschlüsselt
Zu weiteren Details dürfe er sich nicht äußern, aber der personelle Aufbau dort komme gut voran. Sacher ist zuversichtlich, dass die 482 Dienstposten besetzt werden können. Künftig sollen in Rostock jährlich zwölf Ausbildungsplätze im Arsenalbetrieb angeboten werden. Die Personalstärke des Marinearsenal schlüssele sich künftig wie folgt auf: „1000 Dienstposten in Wilhelmshaven, 300 in Kiel und rund 500 in Rostock. Damit stehen wir wieder da, wo wir vor der Reform 2011 waren.“
