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Bauarbeiten beeinträchtigen Alltag Anwohner der Bremer Straße ärgern sich über fehlende Parkplätze, Lärm und Knöllchen

Wilhelmshaven - Seit Anfang Mai hämmert und rüttelt es vor Axel Zanders Haustür in der Bremer Straße. Denn die Bremer Straße wird zwischen der Schillerstraße und Oldeoogestraße saniert. Unter anderem werden Gehwege und Parkflächen erneuert sowie Baumbeete geschaffen.

„Gut, dass es gemacht wird“

„Es ist wirklich gut, dass es gemacht wird“, sagt Zander. Dass die Baumaßnahmen noch bis zum Ende des Jahres gehen, sei auch in Ordnung. Aber jetzt soll auch noch die Hamburger Straße gesperrt werden und das geht für Axel Zander zu weit.

„Ich glaube, das wird mit einem Computerspiel verwechselt, wer plant denn so etwas?“ Die Anwohner wüssten so schon kaum, wo sie noch parken sollen. Mit der Sperrung der Hamburger Straße würden weitere Parkmöglichkeiten wegfallen. Anwohner stehen deshalb oft auf Grünstreifen oder dem Bürgersteig, erklärt Zander und da verteile das Ordnungsamt dann reihenweise Knöllchen.

„Das verstehe ich nicht, da könnte man doch für diese besondere Situation mal Verständnis zeigen“.

Die Hamburger Straße soll ab dem 25. August saniert und in beide Richtungen vollgesperrt werden. Auch diese Baumaßnahmen dauern bis zum Ende des Jahres.


Ausweichen in Nebenstraßen schwierig

Ausweichen in Nebenstraßen ist aktuell schwierig, denn zur Sperrung der Bremer Straße kommen auch die Bauarbeiten der Peterstraße hinzu. Die Auswirkungen spüren die Anwohner, denn wechselweise werden dafür die Uhland- und die Goethestraße gesperrt. Zander fragt sich, wo die ganzen Autos denn noch stehen sollen, wenn bald die Hamburger Straße gesperrt sei. „Da kommen noch mal locker 50 bis 60 Autos dazu“. In der Paul-Hug-Straße an der Oberschule stehen die Autos schon dicht gedrängt, dabei sei noch keine Feierabendzeit. Und irgendwann kämen ja auch die Lehrer wieder. „Dann wird es richtig schwierig“, ergänzt Zander. Auch die Zufahrt zu manchen Parkgaragen sei dann nicht mehr passierbar. Für ältere Bewohner seiner Wohneinheit sei es ohnehin schon schwierig und nun müssen diese auch noch weit weg parken. Gerade mit einem Wocheneinkauf sei dies fast unmöglich.

Sorge um Lösung bei Notfall

Neben der Parksituation bereitet Zander auch die Zufahrt für Rettungsdienste Sorgen. „Die Häuser hier sind alle mehrstöckig, was passiert, wenn es mal brennt? Die Feuerwehr kommt hier aktuell nicht durch“, obwohl die Erreichbarkeit für Rettungsdienste gewährleistet sein soll.

Zander hat der Feuerwehr ein Video geschickt, auf dem die blockierten Zufahrten zu sehen sind, allerdings ohne keine Reaktion, wie er sagt.

Auf Nachfrage erklärt die Stadt, dass eine Notzufahrt zur Bremer Straße eingerichtet sei. So können Rettungskräfte die Anwohner im Notfall über die Goethe- und Uhlandstraße erreichen. Diese seien als Sackgasse gekennzeichnet und offen. Die Stadt räumt ein, dass es zweifelsohne Einschränkungen in der aktuellen Parkplatzsituation gibt und sich die Parkplatzsuche schwierig gestaltet.

Doch sei der Bauablauf in der Bremer Straße im Zeitplan, auch deshalb sei es möglich, mit den Maßnahmen in der Hamburger Straße zu beginnen. Die Bauarbeiten in der Hamburger Straße würden in der ersten Phase den Abschnitt zwischen der Bismarckstraße und der Danziger Straße betreffen. Dann folge der zweite Teil.

Kea Ulfers
Kea Ulfers Redakteurin, Wilhelmshavener Zeitung
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