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Freude für Kinder Auf jedem Wunschzettel soll ein Spielzeug stehen

Wilhelmshaven - Baby-Puppe oder Hanteln – die Wünsche können unterschiedlicher kaum sein. Es sind Wünsche von bedürftigen Kindern, die über das Jahr bei der Caritas eingegangen sind und die nun zu Weihnachten von Spendern erfüllt werden.

Fünf Beratungsstellen werden von der Caritas betrieben. „Die dortigen Beratungen bieten Rahmen für intensive Gespräche“, weiß Angelika Koke-Barkam von der Schwangerschaftsberatung. Häufig werde die gesamte Familiensituation thematisiert. Dann komme das Gespräch eben auch auf Kinder und deren Wünsche, die sich von der Eltern nicht erfüllen ließen. „Bei uns können Wunschzettel für diese Kinder ausgefüllt werden, die wir dann später aushängen. Spender können sie sich nehmen, um Wünsche zu erfüllen.“ Wichtig: Kein Geschenk sollte teurer als 25 Euro sein.

Gut 120 Wunschzettel waren es in diesem Jahr. Und wie immer konnten sie zu nahezu 100 Prozent direkt erfüllt werden. „Sollte mal ein Wunschzettel übrig bleiben, wird er direkt von uns als Caritas erfüllt. Wir bekommen ja auch Geldspenden, die wir dafür nutzen“, sagt Geschäftsführer Alexander Witton.

Damit die Spender zumindest einen kleinen Bezug zum eigentlich unbekannten Beschenkten entwickeln können, stehen Vorname und Alter des jeweiligen Kindes auf den Wunschzettel. „Uns ist auch wichtig, dass sich nur Spielzeug gewünscht wird. Manchmal fragen Eltern nach, ob sie nicht auch eine Winterjacke oder ähnliches aufschreiben könnten. Aber es geht hier um die Wünsche der Kinder“, betont Koke-Barkam.

Schon seit mehr als 15 Jahren läuft die Weihnachtsaktion. Die Spenden werden größtenteils über die katholischen Gemeinden St. Willehad und St. Benedikt (Jever) sowie die Franziskus- und die Cäcilienschule generiert. Die Aktion selbst wird von einen Team aus Ehrenamtlichen betreut. Üblicherweise werden die Geschenke im großen Rahmen verteilt. Corona-bedingt aber kommen die Eltern in diesem Jahr wieder einzeln zur Ausgabestelle in die Schellingstraße, um Päckchen für den eigenen Nachwuchs in Empfang zu nehmen.


„Wenn man sieht, wie liebevoll die Geschenke verpackt sind, dann wird deutlich, mit wie viel Herzblut sich die Spender engagieren“, sagt Witton. Auch die Ehrenamtlichen seien immer mit großer Begeisterung dabei, ergänzt Koke-Barkam. „Es ist ganz einfach eine Aktion, die wirklich allen Beteiligten etwas gibt.“

Das gelte natürlich für die Beschenkten im besonderen Maße, sagt die Caritas-Beraterin. Niemand betrachte es als Selbstverständlichkeit, von potenziell Fremden etwas zu bekommen. „Wir merken in den Beratungen, dass es in den betroffenen Familien eine große Dankbarkeit gibt. Sie freuen sich schon über die Beratungsangebote – die Weihnachtsaktion ist für sie sozusagen das I-Tüpfelchen.“

Lutz Rector
Lutz Rector Stellv. Redaktionsleitung, Wilhelmshavener Zeitung
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