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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Aufatmen In Wilhelmshaven: Blindgänger schneller als erwartet entschärft

30.07.2018

Wilhelmshaven Dass es am Ende so schnell gehen würde, war eine Überraschung. Schließlich war lange unklar, um was es sich bei dem Fund unter dem Haus an der Kirchreihe 23/25 mitten in Wilhelmshavens Villenviertel tatsächlich handelt – und welche Gefahr besteht.

Entsprechend intensiv waren die Vorbereitungen. So wurde ein zwölf Meter tiefer Brunnen gebohrt, um das Grundwasser zu regulieren. Zudem musste ein Rohr mit zwei Metern Durchmesser um die mutmaßliche Bombe in den Boden gepresst werden. Durch dieses Rohr konnte sich dann ein Taucher zum Fundstück vorarbeiten. Zudem wurden die betroffenen Gebäudeteile mit einer Stahlbetonsohle und Fundamenten gestützt. Das war alles sehr aufwendig, nach Meinung der Experten aber die beste Möglichkeit, die mutmaßliche Bombe in etwa sieben Metern Tiefe zu sichern.

Am Sonntag lief dann alles wie am Schnürchen. Bis 9 Uhr war der Bereich mit einem Radius von 500 Metern um den Fundort evakuiert. Rund 250 Einsatzkräfte halfen bei der Evakuierung kümmerten sich in den Sammelstellen um die betroffenen Bürger. Rund 3300 Wilhelmshavener mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. „Die Bevölkerung hat genial mitgezogen. Es war fast so etwas wie eine ‚Feriendorfstimmung’ zu spüren“, sagte Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner, der selbst im Evakuierungsbereich wohnt.

Um 11.50 Uhr begannen die Bergungsarbeiten. Kurz darauf konnte Entwarnung gegeben werden. Bei dem verdächtigen Metallgegenstand handelte es sich zwar tatsächlich um eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, von ihr ging aber keine Gefahr mehr aus. Die Bombe wurde geborgen und zum Abtransport verladen. „Es hätte wirklich nicht besser laufen können“, zog Wagner Bilanz.

Hans Mohr vom Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte bei seinem Tauchgang den Blindgänger identifiziert und festgestellt, dass es keine Explosionsgefahr gibt. Per Kettenzug wurde der über 70 Jahre alte Metallkoloss schließlich ans Tageslicht geholt. Mit vorhandener Zündvorrichtung wäre die Bergung ungleich schwieriger geworden. Eine mögliche Explosion hätte mit Sicherheit die komplette Haushälfte zerstört, betont Hans Mohr.

Die Polizei hatte auf Twitter über die Evakuierung informiert:

Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
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