Wilhelmshaven - Vom Auftakt der „Kultur im Stadtnorden“ der evangelisch-lutherischen Nordgemeinden in Wilhelmshaven zeigte sich der Koordinator des Abends, Dr. Volker Pirsich, durchaus überzeugt. „Die Idee ist schön. Man muss davon ausgehen, dass nicht gleich alles voller Jubel ist. Die Nordgemeinden sind ein neuer Kulturanbieter im kirchlichen Rahmen, zumindest räumlich, der mit Qualität punktet“, waren seine Worte in Voslapp. Er kam gerade von einem „sehr schönen Orgelprogramm mit Klaus Wedel“ aus der St.Georgs-Kirche in Sengwarden, wo auch Florian Bargen spielte.

Die St. Martin-Kirche Voslapp machte ihrem Ruf als Seefahrerkirche alle Ehre. Gemeindemitglied Jürgen Westerhoff nahm die Gäste mit auf den Eriesee „zwischen Detroit und Buffalo“, als er vom Schicksal John Maynards vortrug. Auch eine Ballade Detlev von Liliencrons hatte er im Gepäck. Die „Schlicktown Singers“ besangen die Liebe zur Nordsee und die Windjammer. Mit Verweis auf den Infotisch der Deutschen Seemannsmission in Wilhelmshaven sagte Pastor Peter Sicking: „Wir haben gehört, wie gefährlich die See ist.“ Unter den Gästen waren einige Schiffsbesucherinnen und Schiffsbesucher. Im Abendverlauf unterhielten zudem Gerhard Marheineke und Anne Oldenburger musikalisch.

In der Apostel-Johannes-Kirche Altengroden trat das Duo Rieka Hobbensiefken und Sönke Carstens auf: die Band „HomeComing“ der evangelischen Jugend Oldenburg wurde 2011 gegründet. Die Bockhorner hatten englischsprachige Kirchenlieder und Popsongs auf Lager. „HomeComing lohnt sich immer“, leitete Jugenddiakon Matthias Rensch den Abend ein. Er wies auf die Leinwand hin, an der Gäste sich verewigen konnten.

„Die Friedenskirche in Fedderwardergroden sollte es nicht geben“, erläuterte Pastor Kai Wessels zur Begrüßung dort. Geplant waren im Stadtteil vielmehr Gauhaus und Aufmarschplatz. Die Kirche entstand dann 1955, wie die benachbarte Christus-König-Kirche, auf den Trümmern des Naziregimes.

Im ehemaligen Altarraum des 1984 erweiterten Bauwerks ließ der St.-Georgs-Chor unter Leitung von Axel Scholz „Cantate Domino“ auf die Adiemus-Melodie und ein festliches „Halleluja“ erklingen. Der Chor sang im Wechsel mit den „Free Voices“.


In der St. Stephanus-Kirche Fedderwarden drehte sich alles um die Blütezeit des Ortes. Alle Kirchgemeinden boten Knabbereien oder kleine Buffets sowie Getränke kostenfrei an. Die Gästezahl schwankte, erfüllte aber scheinbar überall die Erwartungen.