Wilhelmshaven/Aurich - Marketingfachmann Julian, Einzelhandelskaufmann Jörn, Groß- und Außenhandelskaufmann André sowie Koch Sören – das sind die Bandmitglieder von „Moc Turtle“. „Ein bunter Haufen“, sagt Sänger Julian und lacht.
Julian und Jörn hatten 2015 die Idee, eine Band zu gründen und suchten über eine Facebook-Anzeige Mitstreiter. Es dauerte nicht lange und die ersten Interessenten meldeten sich. Nach einigen Proben entstand die Hardrock-Band „Moc Turtle“. Wie kamen sie auf den Namen? „Sowas wie ,death‘ oder ,black‘ wollten wir nicht. Es sollte etwas Lustiges sein“, erzählt Julian. Und so wurde es dieser Name, angelehnt an die Ammerländer Spezialität Mockturtle. „Ein typisches Proberaumessen“, erklärt Julian schmunzelnd. Nachdem die Mitstreiter gefunden waren, folgten erste öffentliche Auftritte. Und in Eigenregie nahmen sie ihre ersten Alben auf, drei sind es mittlerweile. „Nur ist es leider so, dass wir zwar Musiker, aber keine Produzenten sind. Und das hört man deutlich heraus“, bedauert Julian.
Deshalb hat sich die Band nun etwas Besonderes einfallen lassen: Um das vierte Album professionell produzieren zu können, haben die Musiker eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern „crowd“ (Menschenmenge) und „funding“ (Finanzierung) zusammen. Die Idee dahinter: Im Internet wird ein Projekt vorgestellt – und jeder, der es unterstützen möchte, kann Geld spenden. Kommt die gewünschte Summe bis zu einem bestimmten Datum zusammen, wird das Projekt realisiert. Wenn nicht, bekommt jeder Sponsor sein Geld zurück.
Bis Anfang März sucht „Moc Turtle“ nun noch Unterstützer für ihr neues Album: „Für uns ist das nicht nur Spaß. Wir wollen schon mit dem nötigen Ernst an die Sache gehen und ein professionelles Album aufnehmen.“ Bisher seien die Aufnahmen nicht an die Qualität der Songs herangekommen.
Das Ziel ist aber realistisch geblieben: „Das Musikbusiness ist hart umkämpft. Wir möchten in der Region bekannt werden und vielleicht ein bisschen Taschengeld verdienen“, sagt Julian. Dennoch hängen sich die vier Männer richtig rein und lassen sich einiges einfallen: Kürzlich haben sie ihr erstes Video zu dem Song „Nothing more to say“ gedreht. Und zur „Video-Release-Party“ am 1. März, verbunden mit einem Konzert, verlost der bunte Haufen bald Karten auf Instagram.
